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„Sehr gut“ in allen Kategorien: Lügder dürfen sich weiter „Meisterchor“ nennen

„canto allegro“ ist nicht zu toppen

Lügde (Hei). Es war eine hochkarätig besetzte Jury, die dem Lügder Chor ,,canto allegro“ kürzlich bei seiner Meisterchor-Prüfung in Siegen ein hervorragendes Zeugnis ausstellte: In allen vier Kategorien gaben die Musik-Fachleute den 15 Sängerinnen und Sängern aus der Osterräderstadt die Note ,,Sehr gut“.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 02:41 Uhr

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Für den erstmals vor vier Jahren als Meisterchor ausgewiesenen vierstimmigen „canto allegro“ war es eine große Motivation für die weitere Chorarbeit – und für den Leiter Karl-Heinz Isenberg die Krönung seiner über 20-jährigen Dirigenten-Tätigkeit.

Monatelang hatten sich die Sängerinnen und Sänger sorgfältig vorbereitet, um – wie 43 andere Amateur-Singgruppen – die Anforderungen für das Leistungssingen der Kategorie A im Chorverband Nordrhein-Westfalen zu erfüllen. Voraussetzung war eine zuvor bestandene Prüfung der Kategorie B und C. Aus einer Liste von Vorschlägen entschied sich der Chor für „Au joli jeu“ von Clement Janequin als Wahl-Chorwerk. ,,Die Blümelein sie schlafen“ hatten sie als einfaches, strophisches Volkslied gewählt, ,,In einem kühlen Grunde“ als durchkomponiertes, strophisch variiertes Werk und ,,Die Sängerfahrt“ von Moritz Hauptmann als Wahlpflicht-Stück.

„Ein falscher Ton hätte das Ende bedeutet“

„Wir wussten: Es darf nichts passieren bei der Prüfung. Ein falscher Ton oder ein unsicherer Einsatz hätte das Ende bedeutet“, erzählt Isenberg.

In der Jury saßen unter anderem Landeschorleiter Michael Schmoll sowie Michael Blume, Vorsitzender des Musikrats im Deutschen Chorverband, und Prof. Gunter Berger von der Uni Leipzig. Dass sie in allen vier Kategorien ein „Sehr gut“ vergaben, sei wie ein Adelstitel, meint Isenberg: „Höher geht es nicht für einen Laienchor.“

Zugleich ist es für den Dirigenten aber auch ,,das schönste Abschiedsgeschenk“. Denn der 65-Jährige hat die Leitung des erfolgreichen Klangkörpers bereits seinem Nachfolger Dirk Brödling aus Detmold übertragen.

Schon als Jugendlicher lernte Isenberg Klavier, Geige und Trompete und sang im Chor. Als Mitglied des Holzhäuser Männer- und Frauenchores gründete er 1975 den ersten Pyrmonter Kinderchor, 1984 den Kinder- und Jugendchor Lügde, später auch eine Singschule für die Jüngsten. Weil einige Mitglieder anspruchsvolles Liedgut singen wollten, riefen sie gemeinsam mit Isenberg 1986 „canto allegro“ ins Leben. An der Musikhochschule Detmold ließ sich der Verwaltungsbeamte nebenberuflich zum Chorleiter ausbilden, machte 1989 sein Examen.

Längst ist der Kammerchor über Lügdes Grenzen hinaus bekannt und hat mit der Nordwestdeutschen Philharmonie schon im Fernsehen mitgewirkt, ,,Madrigale sind unsere Spezialität, aber wir singen auch gern Popsongs oder Volkslieder in einer modernen Bearbeitung“, umreißt der Vorsitzende Markus Tappe das Programm.

Auf keinen Fall wolle man dem Kinder- und Jugendchor Konkurrenz machen, betont er. So gibt es auch keine Altersgrenze für die Mitglieder. Dringend gesucht werden zur Zeit Männerstimmen. Am 27. Juni gibt der „canto allegro“ im Lügder Klostersaal sein nächstes Konzert – zum letzten Mal mit Isenberg als Chorleiter.

Der scheidende „canto allegro“-Diri-gent Karl-Heinz Isenberg, Chor-Vorsitzender Markus Tappe und Mareike Möhlenbrock freuen sich über die erneute Auszeichnung als „Meisterchor“.

Foto: Hei



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