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Unternehmen schreibt rote Zahlen / Erste Konsequenzen für Lügde und Pyrmont ab 2011 möglich

Busverkehr Ostwestfalen geht es nicht gut

Lügde/Bad Pyrmont (jhe). Öffentliche Verkehrsmittel liegen bei Lügdern und Pyrmontern nicht gerade im Trend – ebenso wie in vielen ländlichen Regionen. Doch die Menschen, die mit dem Bus zur Arbeit, Schule oder einfach nur zu Freunden fahren, wurden jüngst von Meldungen über den BVO Busverkehr Ostwestfalen aufgeschreckt. Es hieß, dass das Busunternehmen Fahrleistungen deutlich reduzieren wolle. Auch zwei Regionalcenter in Lübbecke und Detmold sollten geschlossen werden – für Lügde und Pyrmont ist Detmold die nächste Anlaufstelle der BVO.

veröffentlicht am 01.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:41 Uhr

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Unternehmen will sich für Wettbewerb rüsten

„Der BVO geht es nicht gut“, sagt dazu Dr. Sigrun Richter, Pressesprecherin der BVO, „wir müssen sehen, wie wir wieder eine schwarze Null schreiben können.“ Dass allerdings das Regionalcenter in Detmold geschlossen werden soll, dementiert sie. „Wenn überhaupt betrifft das nur Lübbecke.“ Dabei stünden auch keine 100 Arbeitsplätze auf dem Spiel – wie einige Medien vermeldeten – , sondern lediglich drei bis vier, fügt die Pressesprecherin hinzu. Auch an den Fahrleistungen ändert sich für Lügde und Pyrmont laut Richter nichts. „Wenn etwas reduziert werden würde, dann erst im Jahr 2011.“ Denn bis dahin müsse sich die BVO an den Nahverkehrsplan halten, der von den Kreisen und Kommunen ausgestellt werde. Die neuen Ausschreibungen sind nach Angaben der Pressesprecherin im September, 2010 und 2011 werden sie umgesetzt. „Bis dahin passiert auf den Linien nichts“, betont Richter.

Derzeit verkehren in Lügde zwei und in Pyrmont drei Linien der BVO. Die Linie 732 von Lemgo über Lügde nach Bad Pyrmont sei „nicht so stark frequentiert“, sagt die Pressesprecherin. Gleiches gelte für die Linie 761 von Rischenau über Sabbenhausen und Lügde nach Bad Pyrmont. Noch nicht gezählt worden seien die Fahrgäste der Linie 700 von Lemgo über Hagen nach Bad Pyrmont. „Die Fahrgäste könnten hier und da ein bisschen mehr sein“, sagt Richter. Allerdings stellt sie klar, dass sich die Linien nicht über die Fahrgäste tragen, sondern über Ausgleichszahlungen des Landes für den Schüler- und Behindertenverkehr.

Und da liegt das Problem für die BVO ebenso wie laut Richter auch für die anderen Busunternehmen. Denn „das Land hat die Ausgleichszahlungen stark zurückgefahren – bis 2012 werden mehrstellige Millionenbeträge gekürzt“, erklärt die Pressesprecherin. Davon sei die BVO noch etwas heftiger betroffen als andere Unternehmen, da sie bislang aufgrund der hohen Schüler- und Schwerbehindertentransporte auch mehr bezuschusst worden sei.

Um sich für die Zukunft besser aufzustellen, zieht die BVO nach Angaben von Sigrun Richter verschiedene Maßnahmen in Erwägung. Dazu zählen „interne Strukturen zu verbessern, das heißt Personal in der Verwaltung zu reduzieren“. Auch für den Wettbewerb wolle sich das Busunternehmen besser rüsten, „indem Leerkilometer gespart und Umläufe optimiert werden“. Richter schließt auch nicht aus, zukünftige Tarifabschlüsse niedrig zu halten.

In Lügde halten zwei Linien der BVO, die laut Pressesprecherin Dr. Sigrun Richter „nicht so stark frequentiert“ sind.



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