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Programm an der Johannes-Gigas-Schule verbessert Noten

Büffeln mit dem Coach

Lügde. Wenn die Glocke schrillt und endlich Schulschluss ist, stürmen die meisten Kinder so schnell es geht aus der Penne. In der Johannes-Gigas-Schule sieht das anders aus. Hier bleibt ein großer Anteil der Schüler aus fünften und neunten Klassen freiwillig noch sitzen. Nicht weil eine Arbeitsgemeinschaft ansteht oder die Eltern zu spät kommen, sondern, um Bücher zu wälzen.

veröffentlicht am 15.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Im Lerncoaching-Programm, das seit fünf Jahren an der Schule angeboten wird, geben ältere Schüler den Jüngeren Nachhilfe. „Sie treffen sich entweder nach der Schule oder auch in der Mittagspause“, sagt Konrektorin Ute Schaper, die das Projekt betreut. Gerade erst sind wieder 20 Schüler zum Lerncoach ausgebildet wurden. Davor musste aber erst deren Bewerbung um einen der Posten angenommen werden. „Die Klassenlehrer entscheiden, ob sich jemand als Coach eignet. Das hängt hauptsächlich von den Noten ab“, so Schaper.

Im Coaching-Kurs lernen sie, ihren Mitschülern etwas beizubringen. „Dabei müssen sich die Teilnehmer auch immer wieder selbst den Spiegel vorhalten und die Techniken, die sie später vermitteln sollen, an sich selbst ausprobieren“, so Schaper. Ist eine Stelle als Lerncoach ergattert, geht die Arbeit los. In meist zweistündigen Sitzungen erklärt ein Coach seinem Schützling aus der fünften oder sechsten Klasse Lernstoff und Hausaufgaben. „Ich war bei meiner ersten Stunde etwas aufgeregt, weil ich nicht genau wusste, wo mein Schüler seine Schwächen hat“ sagt Julian Ahlers, frischgebackener Coach.

Er ist jetzt einer von insgesamt 45 an der Schule. Und die Nachfrage steigt. „Den größten Nachhilfebedarf gibt es nach wie vor in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathe“, sagt die Konrektorin. Doch warum sollte sich ein junger Schüler, im besten Mofaführerscheinalter mit Mitschülern zum Büffeln treffen? „Das wird natürlich honoriert, aber nicht mit Geld“, erklärt Schaper. Jeder Coach bekommt ein Zertifikat und einen Vermerk im Zeugnis. „Die Schüler wissen, dass sich das auch gut auf dem Lebenslauf macht“, so Schulleiter Uwe Tillmanns. „Viele machen es auch aus Spaß“, ergänzt Schaper. Nach einer Evaluation aller teilnehmenden Schüler bemerkte die Konrektorin, dass sich auch die Leistungen der Coaches deutlich verbessert haben.jmr

Julian Ahlers (re.) ist ganz neu im Lerncoaching-Programm. Sechstklässler Mustafa Büyükyörük nimmt dagegen schon länger Nachhilfe bei Mitschülern.jmr



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