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Der Wunschzettel für die Gigas-Schule ist lang

Bücher, Boxen und am besten noch ein Klavier

Lügde. „Die Schule braucht unbedingt Monitore.“ Moritz Kaulfers meint damit Lautsprecherboxen, die nicht den Zuschauerraum der Johannes-Gigas-Aula beschallen, sondern die Bühne. „Damit sich die Musiker auf der Bühne selbst hören“, erklärte der Musiklehrer der den Mitgliedern des Förderkreises, als die sich nun trafen, um Vorschläge zu sammeln, wie die Vereinsgelder verwendet werden sollen.

veröffentlicht am 06.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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So werden wieder Schulfahrten unterstützt, die Schule bekommt auch Geld für Aktivitäten mit polnischen Austauschschülern. Und es wurden auch Reckstangen auf dem Pausenhof gewünscht. Ebenso meldete sich Petra Opel zu Wort, die für die Bücherei verantwortlich zeichnet: „Dank Ihrer Unterstützung konnte ich 2013 insgesamt 183 Bücher anschaffen“, freute sie sich zwar über die Zuwendung in Höhe von 750 Euro. Sie rechnete aber vor, dass die Schulbibliothek somit nicht einmal ein Buch pro Schüler kaufen konnte, denn Neuerscheinungen sind teuer. „Die fangen bei Preisen von über 20 Euro pro Buch an.“ Und es seien gerade die Neuerscheinungen, auf die die jungen Leseratten brennen. „Das hat auch mit dem Trend zu tun, jede Geschichte in Serien abzuhandeln“, erklärte Opel ihren Wunsch nach Unterstützung auch in diesem Schuljahr.

Dann stellte sich Moritz Kaulfers als Musiklehrer vor. Da er als Quereinsteiger ein Mann der Praxis ist, erklärte er dem Förderkreis, wie wichtig es sei, auch auf der Bühne angemessen zu hören: „Sie haben in der Aula eine durchaus hochwertige Verstärkeranlage für das Publikum. Das nützt aber nichts, wenn sich die Sänger selbst nicht hören. Und angesichts der vielen Castingshows habe ich viele Kinder, die aufs Singen brennen. Auch die Tänzer sollten die Musik gut hören, nach der sie tanzen sollen.“

Auf die Breite der Bühne rechnet Kaulfers vier Monitorboxen. „Da eine in der gebotenen Qualität 500 Euro kostet, ist mir auch klar, dass das nicht auf einmal gestemmt werden kann.“ Aber eine sei schon besser als keine. Deshalb schlage er vor, nach und nach aufzurüsten. Zudem könnten die Aktivboxen auch als tragbare Verstärker-Lautsprecher-Einheiten verwendet werden. „Die Schule wird insgesamt deutlich gewinnen“, betonte er.

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  • Musiklehrer Kaulfers hat ein Klavier und Boxen auf dem Zettel.

Thematisiert wurde auch ein Klavier. „Ich stelle derzeit auch mein eigenes Keyboard zur Verfügung. Aber egal, wie gut das ist – gegen ein richtiges Akustikinstrument hat es keine Chance“, erklärt der Musiklehrer, warum er sich wenigstens ein gebrauchtes Instrument für die Kinder wünscht. „Zumindest langfristig sollten Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein Piano anzuschaffen.“

Holger Stamp brachte das Klavier der alten Elbrinxer Grundschule ins Gespräch. „Wem gehört das eigentlich, wo ist das jetzt?“ Hier teilte Gigas-Schulleiter Uwe Tillmanns mit, dass er bei der Stadt schon den Kauf eines Pianos beantragt habe. Er versprach, die Runde zu informieren, sowie er eine Antwort erhalten habe.

Zuletzt warf Regina Siegmann die Frage auf, was der Vorstand unternehmen könne, um mehr Eltern in den Dialog mit einzubeziehen. Die Förderkreisvorsitzende betonte: „Hier können die Eltern direkt Einfluss nehmen.“

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