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So bereitet sich das 50-köpfige Ensemble auf sein Jahreskonzert am 29. März vor

Blasorchester im Trainingslager

Lügde. Wer jetzt bei der zweitägigen Block-Probe des Lügder Blasorchesters Mäuschen spielen wollte, musste die Musiker auf dem Ramberg nicht lange suchen. Denn das Getöse führte den Besucher ohne Umwege direkt in die Aula der Johannes-Gigas-Schule. Hier feilten fast 50 Musikerinnen und Musiker mit Pauken und Trompeten ein lehrreiches und anstrengendes Wochenende verbrachten.

veröffentlicht am 20.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Über Lügdes Grenzen hinaus ist das Orchester bekannt, und seine hohe musikalische Qualität sucht in weitem Umkreis ihresgleichen. Doch ist dieses hohe Niveau nur zu halten, wenn die Solisten ihre Fähigkeiten ständig erweitern und ihre Fertigkeiten vervollkommnen. „Dazu ist es nötig, gelegentlich einmal ein ganzes Probenwochenende einzulegen,“ erklärt Jörn Diekmann, Orchesterleiter, Dirigent und Motivator. „Denn viele kleine Tricks und viele technisch schwierige Passagen lassen sich nur durch intensives Proben in der Gruppe oder einzeln unter Anleitung erlernen. Da sind Einflüsse von außen eher störend und kontraproduktiv.“

Vor allem vor dem Jahreskonzert im Lügder Schützenhaus, das die selbst gestellten hohen Ansprüche vor einer großen Öffentlichkeit erfüllen soll, ist Proben angesagt. Das Orchester, das einen recht jungen Altersdurchschnitt aufweist, existiert bereits seit 1887. Damals als Feuerwehrkapelle gegründet, firmiert es seit 1995 als Blasorchester der Stadt Lügde und besteht derzeit aus 50 Musikerinnen und Musikern im Alter von 8 bis 65 Jahren.

Für viele von ihnen begann die Orchesterkarriere schon im Alter ab 4 Jahren mit der musikalischen Früherziehung. Danach folgte die musikalische Grundausbildung, bei der in Einzel- oder Gruppenunterricht auf einem kindergerechten Blasinstrument alle wichtigen Grundlagen wie Fingerspiel, Atemübungen und Körperhaltung trainiert werden. Die fortführende Instrumentalausbildung mit der Vorbereitung auf das Leistungsabzeichen findet dann im Jugendorchester statt, bevor die jungen Musiker schließlich ins Hauptorchester und dort in den jeweiligen Instrumentensatz eingegliedert werden.

In allen Stufen kooperiert das Orchester mit den Musikschulen Lügde und Bad Pyrmont. Die sorgfältige Hinführung trägt ihre Früchte, denn offensichtlich gibt es kein Nachwuchsproblem. Und der Spaß, mit dem alle Akteure bei der Sache sind, ist deutlich spürbar und überträgt sich bei Auftritten auf das Publikum. Da werden ganz unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Volkstümliche Blasmusik mit Oberkrainer- und Egerländer-Melodien gibt’s beim Starkbieranstich, natürlich auch Marschmusik oder Zapfenstreich. Doch zeigt sich die hohe Qualität besonders in den konzertanten Aufführungen. Das Spektrum reicht von Kirchenmusik über symphonische Blasmusik bis hin zu Arrangements von Komponisten wie Glenn Miller, Leonard Bernstein, Abba, den Beatles und Udo Jürgens.

Kein Wunder also, dass die Termine für das Orchester übers Jahr dicht gesteckt sind. Neben diversen Konzerten bei Schützenfesten, Frühschoppen, dem Goldenen Sonntag oder dem Lügder Weihnachtsmarkt werden 2014 speziell das Jahreskonzert am 29. März und die Lipper Tage Ende August herausragen. Für Jörn Diekmann und das Blasorchester Lügde war das Probenwochenende jedenfalls ein arbeitsreicher und gelungener Auftakt in die neue Saison.

Wer die eigenen ehrgeizigen Ansprüche erfüllen will, probt auch gern mal zwei Tage am Stück.

Volle Konzentration: In der Gigas-Schulaula sind das Blasorchester und sein Dirigent Jörn Diekmann ungestört. rr



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