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Geburtstagsgeschenk für Besucher

Bekommt der Emmerauenpark noch eine Attraktion?

LÜGDE. Spazierengehen, spielen, klettern, trainieren, oder ausruhen und genießen – all das ist möglich im Lügder Emmerauenpark, um den viele Auswärtige die Lügder beneiden. Und schon bald könnte an der Emmer eine weitere Attraktion dazukommen:

veröffentlicht am 23.02.2018 um 20:59 Uhr

So ähnlich könnten die Infotafeln aussehen: Zur besseren Anschauung der möglichen IOptik hat sich Klaus Zumhasch von einem Berliner Spezialverlag ein Muster schicken lassen. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Wie wäre es mit einem Fischlehrpfad? Die Idee dazu hatte Klaus Zumhasch, der Mann an der Spitze der „Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz Lügde“ (GFN). Den Anlass zu dem Projektplan bietet das Jubiläumsjahr des früheren Anglervereins: 2018 wird die Gemeinschaft 50 Jahre alt. „Da haben wir im Vorstand überlegt, wie wir die Öffentlichkeit nachhaltig daran teilhaben lassen könnten“, schildert Zumhasch. Dabei sei dann schnell der Park an der Emmer in den Blick geraten. „Er ist ein gelungener Wurf“, findet der GFN-Chef. „Deshalb passt ein Fischlehrpfad da auch gut rein.“ Auf einem guten Dutzend Tafeln könnte – so die Überlegung des Vorstands – ein umweltpädagogisches Konzept umgesetzt werden, das neugierigen Menschen aller Altersgruppen auch das Leben im Fluss nahebringt. „Auf den bebilderten Tafeln wollen wir in einfachen Worten die Struktur eines Mittelgebirgsbachs erklären und zeigen, wie das Leben im und am Fluss entsteht“, sagt Zumhasch. Dabei haben er und seine Mitstreiter nicht nur die großen Fische im Sinn. Sie wollen den Fokus auch auf ganz winzige Tiere richten. Diese auf, zwischen und unter den Steinen des Flusses lebenden „Fischnährtiere“ werden von den kleinen Fischen verspeist, die wiederum von größeren Fischen gefressen werden. „Das geht dann hoch bis zu den Wasservögeln“, erklärt Zumhasch.

Auch für die mögliche Umsetzung gibt es schon Ideen. Die GFN-Spitze hat den Kontakt zum Berliner Pescars-Spezialverlag gesucht, der sich um die Vermarktung der Zeichnungen des renommierten Illustrators Hans Behrens (1934-2016) kümmert .

„Die Bilder sind absolut naturgetreu und sehr detailliert“, sagt Klaus Zumhasch. Er könnte sich allerdings noch mehr vorstellen als Fischbilder, vielleicht sogar speziell auf Lügde zugeschnitten. Möglich wäre zum Beispiel eine Art Lebensbild als Collage: An ein Foto der Landschaft am Osterberg schlösse könnte sich eine Unterwasserzeichnung anschließen. Denn, diese Botschaft hat die GFN mit der Lehrpfad-Idee im Sinn: „Naturschutz endet nicht unter der Wasseroberfläche.“ Das fange im Kleinen an, in einem Flüsschen wie der Emmer. „Außerdem ist die ein verbindender Bestandteil über die Landesgrenze hinweg.“

Bei der heutigen Hauptversammlung will Klaus Zumhasch seinen Vereinskollegen die bisherigen Überlegungen vorstellen. In der Hoffnung auf weitere Besucher – und vielleicht weitere potenzielle Unterstützer aus der Region – hat er die Projektidee im Vorfeld des heutigen Treffens öffentlich gemacht.

Ganz billig würde die Umsetzung nicht. Der GFN-Vorsitzende schätzt die Kosten für die Tafeln samt soliden Präsentationspulten auf rund 10 000 Euro. Was den Vereinsmitgliedern die anstehende Entscheidung über die Umsetzung des Projekts erleichtern könnte: Die Chance auf einen Zuschuss steht recht gut. „Das Land Nordrhein-Westfalen würde über den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge die Hälfte der Kosten übernehmen“, sagt Zumhasch. Die gute Nachricht erhielt er gestern am Telefon. „Da habe ich mich wirklich gefreut“, sagte er anschließend. „Bisher steht für die Planung zwar nur ein grobes Gerüst. Ohne die Aussicht auf einen Zuschuss bräuchten wir uns über die Details gar keine Gedanken zu machen.“ Der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe würde einen solchen in Lippe bisher einzigartigen Lehrpfad übrigens auch unterstützen. Die wissenschaftliche Begleitung haben die Münsteraner schon zugesichert.

Für alle Neugierigen: Die Jahreshauptversammlung der Lügder „Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz Lügde e.V.“ (GFN) beginnt heute um 19.30 Uhr im Hotel „Westfälischer Hof“.



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