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Storchenkümmerer müssen zufüttern

Bei Hitze wird die Nahrung knapp

LÜGDE-ELBRINXEN. Der Jahrhundertsommer 2018 setzt aktuell auch den Störchen zu. Die derzeit 18 erwachsenen Tiere, die in der Storchenstation im Lügder Ortsteil Elbrinxen 19 Junge aufziehen, bringt die trockene Hitze in Bedrängnis.

veröffentlicht am 30.07.2018 um 21:21 Uhr
aktualisiert am 30.07.2018 um 22:15 Uhr

Die Storchenjungen belagern ihr gerade im Nest gelandetes Elterntier in der Hoffnung auf Futter. Doich das ist im Moment knapp. Deshalb füttern die Storchenkümmerer maßvoll zu. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Weißstörche angeln mit ihren langen Schnäbeln zwar so ziemlich alles Getier vom Acker und aus Gewässern, das sie schlucken können. Allein für sich muss ein ausgewachsener Vogel allerdings täglich mindestens ein Pfund Nahrung finden. Der Nachwuchs braucht die dreifache Menge. In der Elbrinxer Storchenstation lässt sich derzeit beobachten, wie die Jungen ihre Eltern schon gierig am Schnabel picken, wenn die gerade im Nest landen. Viel zu fressen würgen die Alten dann jedoch oft nicht aus dem Schlund.

Das bekümmert die Kümmerer vom Verein zum Schutze des Weißstorchs. „Wir greifen generell möglichst wenig ein“, sagt Storchenvater Rolf Klinge. „Aber im Moment füttern wir etwas zu. Sonst wären einige der 19 Jungen längst tot aus dem Nest gekippt.“

An Flüssigkeit mangelt es Elbrinxens Störchen immerhin nicht. Sie können sich in den Bächen ihres Reviers bedienen, und in der Station selbst führt ein ins Gras eingelassenes Becken Wasser. Gegen die Hitze haben sie zudem einen ganz speziellen Trick: Die schwarzen Beine kalken sie mit ihrem eigenen weißen Kot.

Rolf Klinge hat einer Besucherin das Stationstor geöffnet – und prompt sammelt sich eine große Gruppe Vögel, in der Hoffnung auf Futter. Der Storchenvater sieht mehrmals täglich nach den Tieren. Wer eine Führung möchte: Anmeldungen sind möglich unter
  • Rolf Klinge hat einer Besucherin das Stationstor geöffnet – und prompt sammelt sich eine große Gruppe Vögel, in der Hoffnung auf Futter. Der Storchenvater sieht mehrmals täglich nach den Tieren. Wer eine Führung möchte: Anmeldungen sind möglich unter Telefon 05283/423. Foto:jl

Derweil denkt Rolf Klinge schon wieder an die Zeit, wenn das einzigartige Klappern verstummt und die Vögel sich gen Süden aufmachen. „Die Jungen starten im August, die Alttiere folgen vier Wochen später. Bis dahin wird der 73-Jährige aber noch so manche Stunde bei den Störchen zubringen, die ihn nach vielen Jahren im Ehrenamt genauso fesseln wie am ersten Tag. „Wenn ich manchmal im Garten sitze und eine Gruppe Störche übers Dorf gleiten sehe, kriege ich Gänsehaut“, sagt Klinge, den es freut, wenn Besucher seine Faszination für die majestätischen Vögel teilen. So wie eine Frau aus dem Raum Höxter. Sie kommt oft in Elbrinxen vorbei, um die Störche zu beobachten, denn „Man kann ihnen stundenlang zusehen“, sagt sie.



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