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Zum Oktoberfest-Frühschoppen füllt sich das Schützenhaus

Bayrisches Flair in Westfalen

veröffentlicht am 03.10.2016 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:18 Uhr

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Die Premiere 2015 klappte vorzüglich, jetzt legte das Blasorchester Lügde mit einem Oktoberfest-Frühschoppen im Schützenhaus am Sonntagmorgen nach. Aus der unendlichen Reihe derzeit überall stattfindender Oktoberfeste wollten die Musiker herausstechen und nahmen auch bei der Neuauflage hochzufrieden zur Kenntnis, dass diese Veranstaltungsform offensichtlich auch in Lügde seinen Reiz hat.

„Als ich hier ankam, traute ich meinen Augen kaum: Große Menschentrauben standen bereits vor der Eingangstür“, sagt der musikalische Leiter des Blasorchesters Jörn Diekmann. Längst waren es nicht nur Lügder, sondern auch zahlreiche Gäste aus Bad Pyrmont und der Region, die das Schützenhaus im Nu bis auf den letzten Platz füllten. Angesichts dieses Andrangs entschied sich Diekmann, auf das Einspielen zu verzichten und gleich mit Pauken und Trompeten loszulegen.

Auch wenn in unserer Region Dirndl und Lederhose nicht unbedingt zum Alltag gehören, scheinen sich erstaunlich viele Menschen damit inzwischen ausstaffiert zu haben und nur auf die Gelegenheit zu warten, diese aus dem Schrank zu holen. Viele Männer kamen im karierten Hemd und Lederhose, von drei Viertel bis lang. Der ein oder andere Herr trug gar Weste oder Jankerl, die Damen Dirndl. Viele wollten auf diese Weise ein Stück bayrisches Flair ins westfälische Lippe transferieren.

Das Blasorchester Lügde selbst ging mit gutem Beispiel voran: manch Musiker und manche Musikerin sorgte folkloristisch ausstaffiert an seinem oder ihrem Instrument für den kleinen Unterschied. Wenn auch nur optisch, denn akustisch kam der Sound unter der Leitung von Jörn Diekmann wieder mal aus einem Guss.

Aus dem eigenen Repertoire bedienten sich die Blasmusiker dann auch reichlich, nahmen es aber nicht ganz so genau mit der Auswahl der Schlager. Denn nicht alles kam aus der weiß-blauen oder der alpenländischen Volksmusik-Hitparade. Mancher Gassenhauer aus dem rheinischen Karneval oder von der Küste mogelte sich schon ins Programm. Aber egal, die Besucher schunkelten und sangen trotzdem mit. Das taten sie im Laufe des Festes dann auch gern und ausgiebig.

Beim Verzehr der bekannten kulinarischen Spezialitäten aus bayerischen Landen, war allerdings ein Frevel immer wieder feststellbar – die Weißwurst mit Messer und Gabel zu essen ist nun mal ein Stilbruch und unterscheidet den Lügder dann grundsätzlich vom Bayer, der diese Spezialwurst traditionell zuzelt und bei der süßen Senftunke nicht unbedingt die Augen verdreht, weil sie so gewöhnungsbedürftig für seinen Gaumen ist. Auf der Wiesn in München wäre er damit automatisch als „Touri aus Preißn“ aufgefallen – im Lügder Schützenhaus natürlich nicht.

Dazu schmeckt das Weißbier wie das originale Wiesn-Bräu hier genauso wie im Süden der Republik, war hier aber nun mal deutlich günstiger als in München. Und so floss das Oktoberfestbier in Strömen aus den Zapfhähnen, auch wenn viele schon auf die alkoholfreie Version auswichen.afk



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