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Was Grundstückseigentümer Uthmeier von der Verhinderung seines Plans für einen Backshop an der Pyrmonter Straße hält

Bau-Wunsch contra Stadtentwicklungs-Hoffnung

Lügde. In Sachen Stadtentwicklung klafft in der Emmerstadt eine ziemliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit, findet Klaus-Peter Uthmeier – und sieht sich als Leidtragenden dieser Situation. „Die Politiker träumen davon, dass sich in der Stadt kleine Händler ansiedeln“, sagt der Blomberger – und fragt, rein rhetorisch, hinterher: „Aber wer zahlt denn hier 10 Euro pro Quadratmeter?!“ Und zum Beweis seiner Einschätzung führt der 61-Jährige an: „Es gibt immer noch keinen Bäcker in der Stadt.“

veröffentlicht am 24.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 15:21 Uhr

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Dem im Rathaus und auch von diversen Lügder Bürgern gehegten Wunsch nach eben jenem Bäcker in der Altstadt steht Uthmeiers Geschäftsplan im Wege. Denn der in Blomberg lebende Eigentümer eines Grundstücks an der Pyrmonter Straße möchte auf einem Teil des Areals seit Jahren einen Backshop ansiedeln. Doch die Verwaltung will das verhindern. Wie neulich schon im Bauausschuss empfohlen (wir berichteten), sollen die Lügdes Ratspolitiker die vor einem Jahr verhängte Veränderungssperre verlängern. Denn: Der derzeit noch geltende Bebauungsplan im Gewerbegebiet ließe den Bau eines Backshops zu. Die Sperre setzt ihn aber auf Uthmeiers Grundstück außer Kraft, bis der Plan verändert ist und die künftige Ansiedlung von Händlern mit „innenstadtrelevanten“ Sortimenten ausschließt. Um die Stadtentwicklung künftig besser steuern und die Lügder Argumente untermauern zu können, lässt die Stadt ein Gutachten erstellen.

Uthmeier hat kein Verständnis für einen solchen Eingriff in den Wettbewerb. Vor allem dann nicht, wenn er in dem Vertrag blättert, den er 1993 beim Kauf des Grundstücks von der Stadt Lügde unterschrieb. „Der Käufer verpflichtet sich, das Kaufgrundstück binnen drei Jahren ab heute für die Zwecke seines Gewerbebetriebes mit Gewerbe-Baulichkeiten (…) zu bebauen und einen Rest der Bodenfläche ebenfalls gewerblich zu nutzen“, ist darin unter Paragraf 5 zu lesen.

Mit dem Bau seines damaligen Möbelgeschäfts „solido“ gab es auch kein Problem. Dort sitzt nun das Dänische Bettenlager, seit Uthmeier das eigene Geschäft vor rund acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen schloss. Jahrelang suchte er dann nach eigenen Angaben einen passenden Partner für die andere Hälfte des Grundstücks – bis er auf einen Bäckerei-Filialisten stieß. „Ich will doch nur das machen, was vereinbart war“, sagt er und begründet damit seinen Frust, denn: „Ich habe schon 5000 Euro in den Bauantrag gesteckt.“

Ganz ungenutzt ist das Gelände derzeit indes nicht. Aktuell steht dort ein Gebrauchtwagenhandel. Und Uthmeier sucht sich zu arrangieren: „Wir verlängern den Vertrag immer wieder für ein Jahr.“ jl

„Wir verlängern den Vertrag immer wieder für ein Jahr“, sagt Klaus-Peter Uthmeier über den Autohandel auf seinem Grundstück. jl



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