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Die Hinweis-Einweihung an der neuen Lügder Friedenseiche

Baum mit Schild wieder komplett

Lügde. Am 5. Mai 1871 wurde sie gepflanzt – und 140 Jahre später, am 27. Februar 2011, gefällt: die Friedenseiche vor dem Lügder Kloster. Denn der alte Baum stand dem Bau des Kreisels im Weg. Einer, dem die Abholzung der Eiche damals besonderen Kummer bereitete, war Manfred Willeke. Denn es war sein Ururgroßvater, der Kriegsveteran Anton Hohmann (1842-1929), der den Baum am damaligen Niederen Tor einst pflanzte. Den Anlass boten der deutsch-französische Friedensschluss und die Gründung des Deutschen Reiches.

veröffentlicht am 23.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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An das Niedere Tor erinnern heute zwei Sandstein-Quader. Und auch eine neue, junge Eiche steht seit drei Jahren wieder da, ein Stück hinter der bronzenen „Zigarrendreherin“ an der Schwering & Hasse-Straße.

Weil beim Abholzen der alten Eiche das dazugehörige Erinnerungsschild abhanden kam, hat die Landes-Baubehörde „Straßen. NRW“ es nun ersetzt. Die Tafel erinnert an den Hintergrund der ursprünglichen Pflanzung und erwähnt auch deren Ersatz.

Die Einweihung des Schildes wurde nun zwar nicht öffentlich begangen. Dafür aber mit Landrat. Und das kam so: Als Dr. Axel Lehmann das letzte Mal in Rischenau vorbeischaute, war er noch Wahlkämpfer. Doch schon da erhielt der später siegreiche Kandidat aus den Reihen der Lügder Sozialdemokraten die Einladung zu dem für sie bedeutsamen Termin. So wurde der erste Lügde-Besuch des lippischen Kreisverwaltungschefs in dieser Funktion unter freiem Himmel begann. Der Einladung folgten auch Lügdes evangelischer Pfarrer Holger Nolte-Guenther, Klara Behnke von der liberalen jüdischen Gemeinde Bad Pyrmont und Lügdes Bürgermeister Heinz Reker. Vertreter der SPD aus Lügde und Bad Pyrmont sowie Axel Waldhoff von Straßen.NRW machten die Runde bei stürmischem Wetter komplett. Der Landrat erinnerte im Bezug auf den Begriff „Friedenseiche“ an die Bedeutung des Friedens gerade in dieser Zeit, in der er in vielen Gegenden der Welt so weit entfernt scheint. Bürgermeister Reker stimmte ihm darin zu und erinnerte zudem daran, dass auch in seinem Geburtsort Wörderfeld eine Friedenseiche steht.

Übrigens: im deutsch-fransözischen Krieg fanden binnen eines Jahres 178 000 Menschen den Tod. 150 000 Franzosen und 28 000 Deutsche. Zwei von ihnen kamen aus Lügde. red / jl



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