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Anlieger der Lügdes Siemensstraße haben lange auf Endausbau gewartet

Bald geht es ‘ran an die Buckelpiste

veröffentlicht am 06.09.2016 um 21:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:23 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Die Straße im Gewerbegebiet „Pyrmonter Straße“ wird an der Südseite einen Bürgersteig bekommen und Parkplätze. „Die Parkplätze sollen gepflastert werden, damit sie sich optisch von der Fahrbahn deutlich abheben“, erläutert Gregor Günnewich vom Lügder Bauaumt.

Bedenken von Anrainern, dass der gepflasterte Bereich weniger stabil werde als ein asphaltierter, versuchte Ingenieur Sven Herzog aus der Hamelner Niederlassung des Planungsunternehmens Sweco GmbH (europaweit 14 500 Mitarbeiter) mit dem Argument entgegenzutreten, „dass die Absenksicherheit vom Unterbau abhänge und nicht von der Oberfläche“. Allerdings habe er auch die Asphalt-Alternative durchgerechnet. „Es dreht sich hierbei um 3000 Euro – zugunsten des Asphalts.“ Deshalb verständigten sich die Mitglieder des Bauausschusses darauf, die Straße zunächst weiter mit dem gepflasterten Parkstreifen zu planen. „Falls noch gewichtige Argumente auftauchen, kann dann ja immer noch die Asphalt-Version durchgeführt werden“, versicherte auch Herzog.

Die Anrainer hatten sich laut Stadtverwaltung zuvor in einer Bürgerbefragung weitgehend mit der vorgestellten Ausführung einverstanden gezeigt. Sie warnten nur vor einer unübersichtlichen Parksituation vor dem in der Siemensstraße ansässigen Fitnessstudio. „Mitunter wird da so wüst geparkt, dass schon jetzt kaum an ein Durchkommen zu denken ist“, schilderte Jörg Meier dem Ausschuss.

Gregor Günnewich bat darum, das Baurecht nicht mit dem Verkehrsrecht zu vermischen. „Wenn tatsächlich Probleme auftreten, können die mit entsprechenden Parkverbotsregeln ausgeräumt werden. Das hat allerdings zunächst keinen Einfluss auf das Ausbauprojekt.“ Mit dem solle noch in diesem Jahr losgelegt werden.

Zurückgestellt wurden indes die Brücke an der Lügder Schierenbergstraße und die Brücke am Wehr in Elbrinxen. Das Aufschieben entlastet den Haushalt der Stadt 2016 um 75 000 Euro. Auch die Sanierung des Köterberger Brunnens muss noch warten. „Der Brunnen ist zwar nicht mehr so ergiebig, noch ist allerdings kein Handlungsbedarf, so dass wir darauf verzichten können, die dafür vorgesehenen 170 000 Euro noch 2016 auszugeben“, berichtete Günnewich. Verzichtet werde auch darauf, den Grundschulen in Lügde und Rischenau eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach zu setzen. „Die dafür eingeplanten jeweils 55 000 Euro würden nicht ausreichen.“ Günnewich erklärte, dass zu den Kosten für die Anlage auch noch Kosten für umfangreiche Vorarbeiten hinzukämen, die nicht eingeplant waren. „Es macht keinen Sinn, die Solarelemente auf ein Dach zu installieren, das in einigen Jahren neu eingedeckt werden muss.“

Dass die Brandschutzmaßnahmen in der Lügder Grundschule in diesem Jahr nicht umgesetzt werden, spare zwar 13 000 Euro. „Das ist aber nicht der Grund“, erklärte Günnewich. „Die geforderten Maßnahmen lassen sich nur nicht so einfach umsetzen.“ Zu Jörg Eickmanns Hinweis, dass der Brandschutz vom Gesetzgeber gefordert sei, meinte er: „Deswegen werden die Bestimmungen auch möglichst zeitnah umgesetzt. Wir müssen nur nachweisen, dass wir nicht untätig sind, sondern im Rahmen der baulichen Möglichkeiten schnellstmöglich zu einer Umsetzung der neuesten Vorschriften gelangen.“

Insgesamt habe die Verwaltung durch die Verschiebung der vorgestellten Maßnahmen zwar schon einiges Geld eingespart. „Damit wir aber tatsächlich die von Ihnen geforderte Obergrenze von 200 000 Euro nicht reißen, schlagen wir folgende Umschichtung vor: 12 500 Euro von den 40 000 Euro, die zur besonderen Unterhaltung im Flüchtlingsbereich angesetzt waren und noch nicht ausgegeben werden mussten, und 17 500 Euro der Zuwendung zur LED-Beleuchtung in der Sporthalle lassen Sie in die Gebäudeunterhaltung fließen.“ Dem stimmten die Ratsherren zu. Allerdings mit der Maßgabe, dass bei der Bauunterhaltung der Flüchtlingsgebäude nichts anbrennen dürfe.



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