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So fleißig ist der Feuerwehrnachwuchs

Aus 1 mach 5 – für die Insekten

Rischenau. Nicht „Wasser marsch!“, sondern „Einflugschneise freigeben!“ lautete das Kommando von Gerhard Wintjes an die 25 Jugendfeuerwehrmitglieder aus Rischenau, Falkenhagen, Niese und Hummersen, die mit viel Engagement geholfen haben, ein großes Projekt in Sachen Natur- und Umweltschutz in die Tat umzusetzen.

veröffentlicht am 26.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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„Ursprünglich wollten wir ein großes Insektenhotel bauen, aber dann entstanden fünf solcher Kleinstgetier-Unterschlupfe, jeweils zwei in Rischenau und Falkenhagen und eins in Biesterfeld“, berichtet der Feuerwehr-Jugendwart.

Viel Unterstützung bei der Realisierung der ehrgeizigen Projektpläne bekam der Feuerwehr-Nachwuchs um Gerhard Wintjes, seinen Stellvertreter Henrik Vandieken sowie den Betreuer Gerrit Köhring von Müller-Bau-Seniorchef Reinhard Mühlenhof. Der stellte unentgeltlich Material, Werkzeug und Werkhalle zur Verfügung. Zudem halfen einige Ruheständler der Firma mit.

Vor allem aber waren die Jugendlichen gefragt. „Dabei stellte sich heraus, dass unsere Damen sehr präzise ans Werk gingen, wenn es darum ging, genau Maß zu nehmen und anzuzeichnen. Den Herren lagen alle gröberen Tätigkeiten wie Sägen und Schrauben deutlich mehr“, berichtet Wintjes.

Als dann alles abgemessen, gesägt und zusammengeschraubt war, ging es an die Inneneinrichtung der noblen Insektenherberge. „Wir sind mit einem Bollerwagen losgezogen und haben Tannenzapfen gesammelt. Kaum vorzustellen, wie viele in die fünf Insektenhotels hineinpassten“, erzählen Lea und Gesa. Um Schilf zu sammeln, unternahm die Jugendwehr extra einen Ausflug an die Weser. „Das hat sich aber nicht gelohnt, und am Ende haben wir das Schilf ganz in der Nähe in Falkenhagen gefunden“, berichten Shari und Ronja. Für die Holzspäne wurde extra ein Hobel in Betrieb genommen. Der im Insektenhotel verarbeitete Lehm und die Bruchsteine, die Lukas, Marco, Jonas, Malte, Timo, Mario und Clemens als Trockenmauer unter dem Insektenhotel aufgeschichtet haben, stammen alle aus Gerhard Wintjes‘ Haus, das gerade renoviert wird.

Noch bevor das Insektenhotel in der Feldmark gleich hinterm Rischenauer Feuerwehrhaus sein Dach bekam, war schon ein Hornissenschwarm eingezogen. Als die Jugendfeuerwehrmitglieder jetzt noch ein Hinweisschild befestigen wollten, sonnte sich gerade eine kleine Echse vor der Trockenmauer. Und auch die angebohrten Äste scheinen schon bewohnt zu sein.

Zum Abschluss wollen die engagierten Nachwuchsbrandschützer, die einen Großteil ihres Umweltschutzprojektes neben dem regulären, Jugendfeuerwehrdienst realisiert haben, noch einen Todholzstapel anlegen und die Betonfundamente im Boden mit Erde bedecken, damit die Natur auch diesen Bereich zurückerobern kann.

Kaum ist das Projekt damit fast abgeschlossen und mit dem dritten Platz beim Wettbewerb um den Umweltschutzpreis des Kreises Lippe gekrönt (wir berichteten), hat die Rischenaus Jugendwehr schon wieder neue Pläne in Sachen Natur- und Umweltschutz: „Während des Winterhalbjahres bekommt jedes Jugendfeuerwehrmitglied die Möglichkeit, für zu Hause ein kleines Insektenhotel zu bauen. Und im Frühjahr planen wir die Renaturierung eines Flusslaufes“, schaut Jugendwart Wintjes voraus.

So viel Engagement verdient natürlich auch eine besondere Belohnung. Deshalb will die Jugendfeuerwehr Rischenau vom gewonnenen Preisgeld demnächst einen Ausflug in einen Hochseilgarten unternehmen.



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