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Nicht gar so finster: die Freibad-Bilanz

„August hat das Ergebnis noch ‘rausgerissen“

Lügde (jl). „Ich wollte so gern nochmal schwimmen gehen“, sagt Timon Zöllmann. Sein Wunsch erfüllte sich: Der Zehnjährige war gestern der letzte Badegast der Saison 2012 im Lügder Freibad.

veröffentlicht am 12.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:21 Uhr

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Während Timo um kurz vor 16 Uhr sein feuchtes Handtuch in den Rucksack packt, steigt Schwimmmeister Reinhold Krüger ein paar Stufen hinab in den Technik-Keller. Auf Knopfdruck werden dort jetzt die Filter gespült; das Reinigen der Siebe bleibt allerdings Handarbeit.

Seit 17. Mai bis zum offiziell letzten Öffnungstag am Sonntag konnte Krüger im Lügder Freibad 14 353 Badegäste verzeichnen. „Das waren dann immerhin um die 4500 mehr als 2011“, überschlägt Hauptamtsleiterin Katrin Buhr im Lügder Rathaus. „Der August hat das Ergebnis noch einmal ‘rausgerissen“, zeigt sie sich erleichtert über den Ausgang der lausig begonnenen Saison, die aber selbst im regenreichen Juli nicht ganz so übel aussah im miesen vergangenen Jahr. „Auch im Juli kamen 2000 Gäste mehr als damals“, sagt sie beim Blick in ihre Statistik. „Und im August kamen sogar 6300 Besucher.“

Die Heizung im Freibad hat Reinhold Krüger zwar schon am Wochenende ausgestellt. Aber die letzten 100 Wasserratten, die ihm auch am Montag und gestern noch im Bad Gesellschaft leisteten, konnten sich gestern, nach einer warmen Nacht, noch über 23 Grad warmes Wasser im großen Becken freuen.

Auch Lügdes Freibad-Aktionskreis ALF musste in diesem Sommer keine Miesen machen. „Wir sind mit einer schwarzen Null ‘rausgegangen“, sagt Vorsitzender Bernd Krüger am Telefon, während er sich über das „Bombenwetter“ auf Mallorca freut. Dort ist er gestern gelandet und hofft, häufiger zum Schwimmen zu kommen als in Lügde.

Jetzt, wo der Freibadespaß für die anderen ein Ende hat, kann sich auch Schwimmmeister Reinhold Krüger langsam auf den wohlverdienten Urlaub freuen. Bis dahin schraubt er noch die Knöpfe der Außenduschen ab, lässt Wasser aus den Leitungen und verteilt frisch gelieferten Mutterboden an den Hecken. Aber morgen ist Schluss.

Und dann? „Mal sehen, vielleicht mit dem Flieger in die Sonne“, sagt Krüger. Ein ganz konkretes Ziel hat er aber noch nicht im Sinn.

Schon einen Tag nach Saisonende ist Elbrinxens Schwimmmeister Marc Zachert verreist. Deshalb kennt Fördervereinsvorsitzender Bertram Wegner auch noch nicht die Besucherzahlen im kleinen Freibad des Golddorfes. „Aber an dem einen heißen Sonntag hatten wir über 500 Gäste“, erinnert er sich und rechnet insgesamt mit einer letztlich mittelmäßigen Saison.

Im Hummerser Freibad hat Reinhard Müller die Pumpen ebenfalls am Sonntag abgestellt und das Bad damit sogar eine Woche länger geöffnet gelassen als ursprünglich geplant. Eine Bilanz will auch er noch nicht anstellen. Doch er schätzt: „Insgesamt war es so wie im letzten Jahr.“

Per Knopfdruck wirft Reinhold Krüger im Keller des Lügder Freibades die Spülung der Filteranlage an. Wenn der Schwimmmeister heute die letzten Arbeiten erledigt hat, dann kann endlich auch er ein bisschen Urlaub machen. Fotos: jl



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