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Neue Friedhofssatzung regelt alle Details

Auch anonyme Bestattungen sind möglich

Lügde. Die Stadt Lügde macht ihre Friedhöfe zukunftssicher. Dazu stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Ordnung, Umwelt und Forsten geschlossen für eine neue Friedhofssatzung: ein umfangreiches Werk, in dem Zweck, Öffnungszeiten und Bestattungszeiten ebenso geregelt sind wie die Art der Grabstätten, deren Ausrichtung, Unterhaltung und Entfernung.

veröffentlicht am 02.06.2016 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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So wird in Paragraf 2 deutlich gemacht, dass die Friedhöfe der Bestattung von Toten und der Beisetzung von deren Aschen dient, sofern sie oder Verwandte gerader Linie einen Hauptwohnsitz in Lügde hatten beziehungsweise haben. Und dass den Friedhöfen darüber hinaus auch eine allgemeine Grünflächenfunktion zu eigen ist. Die Satzung lässt außerdem die Bestattung nach muslimischen Glaubensvorgaben zu. So kann die Beisetzung ohne Sarg in einem Leinentuch erfolgen und die Ausrichtung des Grabes erfolgt auf einem besonderen Areal des Kernstadt-Friedhofs Richtung Mekka. Beisetzung ohne Sarg und Urne möglich Die Stadt Lügde orientiert sich weitgehend an einer Mustersatzung. Da das Bestattungsgesetz keinen Sargzwang mehr vorsieht, wurde vom Gesetzgeber darauf hingewiesen, dass die Einzelheiten des Sargzwangs vom Friedhofsträger geregelt werden können. Hier ging die Mustersatzung noch sehr konservativ vor, wollte nur besondere Ausnahmen gelten lassen. Dieser restriktiven Auffassung wollte weder die Verwaltung noch der Ausschuss folgen und legte fest, dass der Träger auf Antrag die Beisetzung ohne Sarg oder Urne gestatten kann. Allerdings besteht die Satzung darauf, dass der Transport innerhalb des Friedhofs immer in einem geschlossenen Sarg zu erfolgen habe. Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne, der die von seinem Amt ausgearbeitete Satzung vorstellte, widmete sich im Detail neuen Grabstätten-Formen, die aufgrund gesellschaftlicher Trends stark nachgefragt werden. So stellte er die Urnen-Stelen vor, die gerade auf dem Kernstadt-Friedhof aufgestellt wurden. Stelen mit Kammern, die bis zu vier Urnen aufnehmen können. Neben Urneneinzelgrabstellen und Urnenmehrfachgrabstellen und den Stelen sollen Urnen auch in Röhrengrabstätten und anonymen Urnenreihengrabstätten beigesetzt werden können. „Röhrengrabstätten könnten rund um einen Baum eingerichtet werden und mit einem Messingdeckel verschlossen werden.“ Dafür hatte er ein Beispiel für die Mitglieder dabei. Auf dem Deckel könnte je nach Wunsch der Name des Verblichenen oder nur ein Spruch oder eben nichts eingraviert werden.

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  • Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne zeigt eine Messingplatte zur Abdeckung einer Urnenröhrengrabstätte.


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