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Warum Paul Köster bei Elbrinxens Schützen den Gürtel enger schnallen will / Trotzdem Spaß an der Geselligkeit

Anspruch und Wirklichkeit beim Sparen und Feiern

Elbrinxen (heb). Die Betreiber von Volksfesten klagen immer häufiger über Besucherrückgänge und stagnierende Umsätze. Das hat auch Auswirkungen auf die Kassenlage der Schützenvereine. Gemerkt hat das nun der Elbrinxer Schützenverein: Er hat im letzten Jahr 2300 Euro Miesen gemacht. Das erfuhren die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung.

veröffentlicht am 09.01.2011 um 22:27 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 06:21 Uhr

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Geringere Erlöse und höhere Ausgaben beim Schützenfest, Sanierungskosten am Schießstand sowie gestiegene Betriebskosten haben zu diesem Verlust geführt. Der ist zwar noch nicht verheerend und kann mit einer Rücklage ausgeglichen werden. Um aber nicht in schwieriges Fahrwasser zu geraten, verordnete Vorsitzender Paul Köster seinem Verein einen rigiden Sparkurs. Die Kassenprüfer attestierten dem Vorstand dennoch eine gute Arbeit. „Es gab im vergangenen Jahr kaum Möglichkeiten, diese Schieflage auszugleichen“, so ihr Kommentar. Höhere Beiträge werden die rund 400 Elbrinxer Schützinnen und Schützen 2011 dennoch nicht zahlen müssen; es bleibt bei zehn Euro und einer Festumlage in gleicher Höhe.

„Wir brauchen kein Haushaltssicherungskonzept“, erklärte Köster zwar augenzwinkernd. Und doch zeigte er den 120 anwesenden Mitgliedern die Schwierigkeiten auf, Volksfeste in der traditionellen Weise auch in Zukunft durchzuführen. Es gebe kein Patentrezept, so der Schützenchef, der beim jährlichen Round-Table-Gespräch mit den Schützenchefs der anderen Lügder Vereine gerade dieses Thema immer wieder auf der Agenda hat. Zusammenhalt und Solidarität der Mitglieder und der Bürger seien gefordert, um den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit in die richtigen Bahnen zu lenken.

Trotz aller Probleme – die Lust am Feiern ist den Schützen noch längst nicht vergangen: Der Ball, das Königsschießen am 1. Mai und das dreitägige Volksfest mit dem Königspaar Carsten und Steffi Sulimma sowie Jungschützenregent Christopher Doughty an der Spitze waren eindrucksvolle Belege. Und damit es nicht noch einmal zu einer so dramatischen Königssuche wie 2009 kommt, waren die Regularien geändert worden. Deshalb wartet der neue König Detlef von der Heide schon jetzt auf seinen Amtsantritt an Pfingsten.

Die Teilnahme am Lügder Schützenball, das große Stadtfest mit dem ersten Emmertalschießen, das Stadtschützenfest in Niese oder der Westfälische Schützentag in Blomberg – bei allen Veranstaltungen zeigten die Schützen Flagge. Die Jubiläen und Veranstaltungen der örtlichen Vereine und das Pokalschießen rundeten die zahlreichen Auftritte der Grünröcke ab.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Hans Lutter, Dieter Büker und Otto Jakob ausgezeichnet. Rudolf Grabbe und Heinz-Georg Janetzko sind seit 40 Jahren dabei. Die silberne Nadel für 25 Jahre erhielten Thorsten Artzenroth, Frank Bohlke, Hans-Josef Born, Thomas Köster, Thomas Heidenreich, Uwe Köster, Ralf Seidel, Andreas Lalk, Thorsten Schröder, Kai Klinge, Carsten Rissiek und Bruno Macha. Den Damenpokal sicherte sich Monika Velser, im 1. Zug gewann Stefan Nielen, im 2. Zug setzte sich Thomas Zange als Pokalsieger durch. Vereinsmeister wurde Thomas Christophersen, bei den Jungschützen zielte Sascha Weidner als bester Teilnehmer. Die Termine: 5. Februar: Stadtschützenball in Lügde, 19. März: Schützenball bei Lutter, Samstag, 30. April: Königsschießen, 11. bis 13. Juni: Schützenfest.

Voll des Lobes: Die Vereinsspitze mit den gewürdigten Mitgliedern des Elbrinxer Schützenvereins. Foto: heb



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