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Nach Regelungs-Wirrwarr: Mittlere Straße wird bis zur Baustelle offiziell wieder beidseitig befahrbar

„Anlieger frei“-Schilder sollen jetzt helfen

Lügde (jl). Ein paar Tage lang herrschte auf der Mittleren Straße Anarchie: Die aufmerksamen Zeitungsleser unter den Autofahrern scherten sich nicht weiter ums Einfahrtverbot in Höhe des Marktplatzes. Denn sie wussten: Unbekannte hatten die Zusatzschild-Fehldrucke „Anlieger frei bis Hinter 88“ am Wochenende geklaut. Somit nahmen sie sich auch weiterhin die Freiheit zur Einfahrt.

veröffentlicht am 20.10.2010 um 21:47 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Doch heute soll Schluss sein mit den Irritationen, die zuletzt erlebte, wer sich über den Gegenverkehr auf der vermeintlichen Einbahnstraße wunderte. „Das von uns beauftragte Verkehrssicherungsunternehmen bringt Schilder mit der Aufschrift ,Anlieger frei bis Baustelle’ an“, verhieß gestern Bauüberwacher Dirk Neesemeier von „Straßen. NRW“. „Und die Einbahnstraßen-Schilder verschwinden.“ Früher sei das nicht möglich gewesen, weil die Firma extrem viel zu tun habe.

Mit dem heutigen Auf- und Abbau will die Landesbaubehörde nun die auf Betreiben mehrerer Geschäftsleute von Bürgermeister Heinz Reker gewünschte Änderung der Verkehrsführung umsetzen.

Der Verwaltungschef ist nach eigenem Bekunden immerhin froh über die Aufhebung der auch aus seiner Sicht unglücklichen Einbahn-Regelung. Von der wusste er vorher zwar nichts; laut „Straßen.NRW“ war sie aber mit dem Rathaus abgesprochen – zumal für den aktuellen Bauabschnitt in der Höxterstraße aus Sicht der Bielefelder die Stadt verantwortlich ist.

„Wir tun, was wir können“, sagte Reker gestern mit Blick auf die Beschwerden von örtlichen Einzelhändlern. Die sehen den Einbahn-Verkehr nämlich als Ursache für teils herbe Umsatzverluste, die sie seit Anfang letzter Woche haben hinnehmen müssen.

Besonders enttäuscht reagierte „PBS“-Inhaber Dietmar Seitz über die Verkehrssituation. „Wir haben die Schnauze voll“, sagte der Einzelhändler, der sich von Lügdes Verwaltungschef am Wochenende abgewimmelt und allein gelassen sah. Der Grund: Reker hatte nicht schon am Samstag nach dem Diebstahl ein „Anlieger frei“-Schild aus dem Bestand des städtischen Bauhofs aufstellen lassen. Dabei hätten die Blomberger Polizisten, die Geschäftsmann Seitz am Samstagfrüh ebenfalls zu Hilfe rief, ihm sogar geraten, selbst ein Schild zu malen.

„Der Bürgermeister hätte kein Zusatzschild aufstellen dürfen, solange die Einbahn-Schilder nicht weg sind“, hieß es dazu gestern von der Landesbehörde. Denn: Wäre ein Unfall passiert, hätte das Stadtoberhaupt ein Problem bekommen. „Wir sind keine Straßenverkehrsbehörde“, betonte Reker überdies.

Nun hofft er, dass sich alle schnell an die Straßenöffnung gewöhnen. Für die Autofahrer bedeutet sie: Sie dürfen die Mittlere Straße in beide Richtungen befahren – aber, ganz wichtig: nur noch am Rand ihrer jeweiligen Seite parken.

Im Interesse der Geschäftsleute: Am späten Vormittag soll die von der Landesbehörde beauftragte Firma kommen, die Einbahn-Schilder einsammeln und „Anlieger frei bis Baustelle“-Zusätze anbringen.

Foto: jl



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