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Der Trägerverein der Musikschule Lügde hat keinen Vorsitzenden mehr

Alle Bitten und Appelle bleiben erfolglos

LÜGDE. Wie geht es weiter mit der Musikschule Lügde? Diese Frage stand vor der Jahreshauptversammlung des Trägervereins im Raum, und sie bleibt unbeantwortet. Denn trotz einstündiger Sitzungsunterbrechung gelang es am Samstag nicht, einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Vorsitzende zu finden.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 16:01 Uhr

Was jetzt? Wahlleiter Manfred Möller (l.) und der bisherige Vorsitzende Jörn Diekmann sind ratlos. Foto: Afk
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Achim Krause Reporter
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Schon im Frühjahr 2018 hatte der Vorsitzende Jörn Diekmann angekündigt, nach acht Jahren nicht erneut für dieses Amt kandidieren zu wollen. Auch seine Stellvertreterin Andrea Beckmeier hatte ihren Rückzug bekannt gegeben.

Im Ausschuss für Kindertagesstätten und Schulen im Oktober und in einem Brandbrief an die knapp 150 Mitglieder hatte Diekmann die Situation Anfang dieses Jahres noch einmal dargestellt und auf mögliche Folgen bis hin zur Schließung der Musikschule hingewiesen. Auch trotz des in dem Brief betonten Versprechens, dass potenzielle Kandidatinnen oder Kandidaten nicht „ins kalte Wasser geschmissen oder allein gelassen“ werden und des Verweises darauf, dass neue Vorstandsmitglieder in eine intakte Vorstandsgruppe kämen – alle Appelle blieben fruchtlos.

Hinter den Kulissen wurde in den letzten Wochen verstärkt mit mehreren Personen gesprochen.

Nachdem auch diese Versuche ergebnislos verliefen, gab es eine letzte Hoffnung, dass sich jetzt in der Mitgliederversammlung vielleicht doch noch eine Lösung finden könnte. Diekmann, seine bisherigen Vorstandskolleginnen wie auch der als Wahlleiter fungierende frühere Vorsitzende Manfred Möller, zogen alle Register der Überredungskunst, beschrieben die Tätigkeit als auch für musikalische Laien wahrnehmbar. „Der Arbeitsaufwand ist wirklich gering, denn sowohl der musikalische Sachverstand ist in der übrigen Mannschaft vorhanden als auch Vorstandsmitglieder, die anfallende Aufgaben zu übernehmen bereit sind. Darauf kann man sich verlassen. Da wird dem oder der Vorsitzenden viel abgenommen“, versicherte Diekmann aus eigener Erfahrung.

Mehrere personelle Vorschläge wurden in der Sitzung angesprochen, aber letztlich brachten alle kein Ergebnis. Die Scheu vor einer zu großen alleinigen Verantwortung im Vorsitz ist der Grund. „Es muss niemand Angst vor der Aufgabe haben. Aber irgendjemand muss seinen Namen dafür hergeben“, versuchte es Möller noch einmal. Vergeblich! Auch die Frage nach einer Übernahme in eine städtische Trägerschaft wurde angesprochen, aber vom Vertreter der Stadt als nicht umsetzbar erklärt.

Während einer Unterbrechung der Versammlung suchte man in kleinen Gruppen einen Ausweg aus der Misere, denn einig war man sich in einem: Die seit rund 30 Jahren bestehende Musikschule muss für Lügde erhalten bleiben. Wird sie erst einmal geschlossen, wird es sie auf längere Sicht nicht mehr geben.

„Für meine Kinder ist das ideal: Sie können zu Fuß zum Unterricht und haben sehr nette Musiklehrer“, sagte Marion Sültemeier, die sich schließlich bereit erklärte, ausschließlich als 2. Vorsitzende zu kandidieren. Sie wurde einstimmig gewählt. Eine Bitte an Diekmann, zumindest kommissarisch das Amt bis zu einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung weiterzuführen, lehnte dieser kategorisch ab.

So muss die wirtschaftlich gesunde Musikschule zunächst mit einem Rumpfvorstand weiterarbeiten. Burkhard Fasse, Sabine Welling und Jaqueline Steinhage erklärten sich bereit, den bisher aus Bärbel Köster und Manfred Möller bestehenden Beirat zu verstärken. Spätestens bei der nächsten Mitgliederversammlung steht das Thema Neubesetzung des Vorsitzes der Musikschule Lügde wieder auf der Tagesordnung.



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