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Rund 150 Zusagen fürs erste Treffen der Wirtschafts- und Sozialraumkonferenz auf dem Ramberg

Ab heute sind Ideen für die Zukunft gefragt

Lügde (jl). Der „demografische Wandel“ ist nicht gerade ein griffiger Begriff. Dabei werden seine Folgen künftig das Leben aller Menschen gerade in kleinen Städten wie Lügde besonders prägen – und gehen deshalb alle etwas an: Weil die jungen Leute immer weniger Kinder bekommen, werden immer weniger Steuerzahler mit ihrem Geld das Gemeinwesen am Laufen halten müssen. Das beginnt bei der Betreuung und Beschulung der Kinder, geht über die Unterstützung der vielen Alten und endet nicht bei der freiwilligen Arbeit Ehrenamtlicher. Denn auch so vermeintliche Selbstverständlichkeiten wie Abwasserkanäle oder Straßen müssen in Schuss gehalten werden, obwohl dafür immer weniger Menschen zur Kasse gebeten werden können – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

veröffentlicht am 01.02.2011 um 21:40 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

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Der Demografiebericht des Kreises Lippe wartet für das Jahr 2020 bekanntlich mit erschreckenden Prognosen auf: Demnach werden dann in Lügde ein Drittel weniger Grundschüler, wohl aber erheblich mehr alte Menschen leben. Weil zugleich ein Gutteil der Jüngeren auf Jobsuche wegzuziehen droht, soll nun gemeinsam überlegt werden, wie diese Generation in der Emmerstadt zu halten ist.

Unter anderem um diese Herausforderung soll es heute gehen – beim ersten von drei „Wirtschafts- und Sozial- raumkonferenz“-Treffen in Lügde. Dazu hat die Stadtverwaltung an die 200 Menschen aus der Großgemeinde für 17 Uhr in die Schul-Mensa auf dem Ramberg eingeladen. Besonders gefragt sind neben Unternehmern auch Vertreterinnen und Vertreter von Kindergärten, Schulen, sozialen Organisationen und Vereinen. „Die rund 150 Zusagen zeigen uns, dass viele Menschen an der Zukunft unserer Stadt interessiert sind“, sagt Bürgermeister Heinz Reker, der sich aber ebenso über die fast 20 Bürger freut, sie sich auch ohne persönliche Einladung bei Manfred Engel im Rathaus angemeldet haben. Reker betont: „Wir sind froh über jeden, der seine Ideen einbringt.“ Denn die aus dem demografischen Wandels resultierenden Herausforderungen gingen jeden an.

Beraten wird über vier Handlungsfelder: „Familien, Kinder und Jugend“, „Bildung und Schule“, „Senioren und Gesundheit“, sowie „Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung.“ Auf diesen Ebenen sollen die Teilnehmer der Konferenz in vier Arbeitsgruppen „Stärken und Schwächen unserer Stadt finden und Lösungsansätze für Handlungsstrategien entwickeln“, heißt es in der Einladung.

Nach der heutigen Konferenz sind am 30. März und am 25. Mai zwei weitere Termine geplant. Bei diesen Folgetreffen sollen die in den vier Arbeitsgruppen entwickelten Ideen dann immer konkretere Formen annehmen. Moderiert werden die Gruppen von Fachleuten der Kreisverwaltung aus Detmold, die die Konferenz maßgeblich unterstützt.

Auch den heutigen Grundschülern – hier bei der Einweihung ihrer Turnhalle im Oktober – wird die Aufmerksamkeit der Konferenzteilnehmer gelten. Denn es gilt, möglichst viele von ihnen in der Stadt zu halten, wenn sie flügge werden.

Foto: jl



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