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Trotzdem ist die Freude bei den Besitzern groß

Überraschung im Dreierpack - Husky-Nachwuchs war nicht abzusehen

LÜGDE. Auch wenn in unseren Breiten noch kein Schnee liegt, so hat die Saison für den Zughundesport bereits begonnen. Für das Husky-Team Lügde, über das wir zuletzt im April berichtet hatten, trifft das allerdings nicht zu. Denn von Jessica Stobbes vier Huskys namens Alaska, Akira, Juka und Jumi sind gleich zwei derzeit als Schlittenhunde nicht einsetzbar. Da ist zum einen Juka, der gerade eine Operation überstanden hat und sich noch davon erholen muss. Zum anderen gehört Jumi zum Gespann. „Und Jumi“, sagt Jessica Stobbe und zeigt dabei ein schelmisches Lächeln, „ist jetzt im Mutterschutz.“

veröffentlicht am 03.12.2018 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 03.12.2018 um 18:41 Uhr

Kann man diesen knuffigen Augen wiederstehen? foto: pr
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Burkhard Reimer Reporter

Denn die zweijährige Husky-Dame hat kürzlich drei zauberhafte kleine Husky-Welpen auf die Welt gebracht. Auri, Jumper und Joko heißen das Husky-Weibchen und ihre beiden Brüder, die nun die Schar der Vierbeiner im Haus von Jessica Stobbe und ihrem Freund Christian Hellweg beinahe verdoppelt haben. Noch wuseln sie in ihrer Wurfkiste herum, wenn sie nicht gerade schlafen, was altersgemäß noch sehr häufig der Fall ist, oder sich an Mamas Milchbar laben.

Besagte Wurfkiste – für neugeborene Hunde ist sie so etwas wie das Säuglingszimmer für Babys – musste im Haus an der Lügder Rosenstraße übrigens in aller Eile improvisiert werden. Denn Jumis Wurf war eine echte Überraschung.

„Wir hatten überhaupt nicht damit gerechnet, und geplant war da schon gar nichts“, berichtet Jessica Stobbe im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar hätten sie und ihr Freund kurzfristig mal etwas vermutet, weil Jumis Zitzen vergrößert gewesen seien, aber bei einer Untersuchung durch ihre Tierärztin habe es keinerlei weitere Hinweise auf Husky-Nachwuchs gegeben. „Scheinschwangerschaft“ habe denn auch das Urteil der Ärztin gelautet. „Sie hatte zwar etwas zugenommen, aber nur ungefähr ein Kilo“, erinnert sich die Halterin an die Zeit vor der Drillingsgeburt, ansonsten habe Jumi aber keinerlei Verhaltensänderung erkennen lassen. Sie habe weder „Nestbau“ versucht, noch etwa die Rüden aus ihrer Nähe verscheucht.

Das Spielzeug liegt schon bereit, jetzt fehlt nur noch ein Spielkamerad. foto: BR
  • Das Spielzeug liegt schon bereit, jetzt fehlt nur noch ein Spielkamerad. foto: BR
Husky-Mama Jumi mit ihrem Nachwuchs Auri, Jumper und Joko. foto: BR
  • Husky-Mama Jumi mit ihrem Nachwuchs Auri, Jumper und Joko. foto: BR

Und doch schimmert da so etwas wie eine leise Hoffnung durch, wenn die Husky-Freundin weiter erzählt: „Wir haben uns schließlich gesagt: ,Wenn etwas unterwegs ist, dann soll es eben so sein, und wenn wir Welpen bekommen, dann behalten wir sie auch‘“. Denn eigentlich habe sie sich „immer schon weitere Huskys gewünscht“ – nur dass ihr Freund da eben etwas anderer Meinung gewesen sei. Jedenfalls bis zu jener Nacht von Sonntag auf Montag vor vier Wochen.

Bereits nachmittags hatte Jumi durch mehrfaches Erbrechen erkennen lassen, dass da bei ihr „etwas im Schwange“ war. Im Laufe des Abends ist dann ihre Fruchtblase geplatzt, und in der Nacht zum Montag kam um 1.20 Uhr zunächst Auri auf die Welt. Kaum zehn Minuten später folgte ihr Rüde Jumper. Nur Joko ließ sich noch etwas Zeit, bis er sich gegen halb drei zu seinen winzigen Geschwistern hinzugesellte.

Da war dann nicht nur bei Jessica Stobbe, sondern auch bei Christian Hellweg die Freude riesig, und längst steht fest, dass zwei der Welpen, nämlich Auri und Jumper, auch bleiben und das Husky-Quartett künftig zu einem Sechsergespann vervollständigen sollen. Nur Joko ist bereits guten Freunden versprochen worden und wird nach Werther bei Bielefeld umziehen, sobald er alt genug ist.

Lange wird das sicherlich nicht mehr dauern, denn die drei Kleinen werden von ihrer Hundemama aufs Beste um- und versorgt. Zudem erhalten sie inzwischen neben Jumis Muttermilch auch schon feste Nahrung in Form von gewolftem Frischfleisch, das Jessica Stobbe zufüttert.

Wie es für Auri und Jumper weitergehen wird, steht für die Husky-Halterin auch schon fest: Je nach Wetterlage sollen sie etwa ab September nächsten Jahres lernen, den rollerähnlichen Scooter zu ziehen und dann nach und nach ins Gespann integriert werden. Gleichwohl wird das für sie stets Spiel und Spaß bleiben, denn Jessica Stobbe betreibt, wie bereits berichtet, mit ihrem Husky-Team keinen auf Siege ausgerichteten Leistungssport. Die Hunde sollen lediglich stets die ihrer Natur gemäßen Laufstecken absolvieren können.

Wäre das Ganze nun in einem Walt-Disney-Film geschehen, würden die drei Kleinen sicherlich irgendwann einmal von einem freundlichen, älteren Hundeherrn gefragt werden: „Und wer, bitteschön, ist Euer Herr Papa?“ Nun, auch wenn da immerhin zwei Väter, neben Juka nämlich noch der achtjährige Alaska, in Frage kämen, könnten die Welpen ihren Vater nicht verleugnen. „Da spricht die Fellfarbe ganz eindeutig für Juka“, ist sich Jessica Stoppe sicher.



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