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6888 Fahrgäste – Lügdes Bürgerbus auf Rekordkurs!

LÜGDE. Sich mal eben in die Stadt chauffieren lassen und hinterher ebenso bequem wieder zurück, auch ohne eigenes Auto – Lügdes Bürgerbus macht’s möglich. Und die Fahrten im „Lütten Lügder“ werden immer beliebter: Exakt 6888 Passagiere haben die Ehrenamtlichen 2017 gezählt.

veröffentlicht am 07.02.2018 um 21:27 Uhr
aktualisiert am 07.02.2018 um 22:30 Uhr

Montags, mittwochs und freitags dreht Lügdes Bürgerbus (erster Start: 9.08 Uhr am Bahnhof) drei jeweils knapp einstündige Vormittagsrunden durch die Stadt. Dienstags und donnerstags startet der rot-weiße Sprinter auf der Linie 763 erstmals um 14.08 U

Autor:

Joachim Krause
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Das waren 384 mehr als 2016 (also plus 5,5 Prozent). Dabei drehen die aktuell 21 ehrenamtlichen Fahrer sowie ihre Kollegin die über fast 30 Haltestellen führenden Busrunden der Linie 763 durch die Osterräderstadt gar nicht in einem großen Bus, sondern in einem achtsitzigen Mercedes-Sprinter.

Was insbesondere Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl freuen kann: Der seit Juni 2015 durch die Stadt rollende rot-weiße „Lütte Lügder“ ist ein Niederflurfahrzeug. Das heißt: Wer zusteigt, muss keinen ganz großen Schritt mehr machen. Das ist deutlich bequemer als mit dem Vorgänger-Fahrzeug, auch für Fahrgäste mit schweren Einkaufstaschen. Apropos: Wenn Not an starken Armen ist und die Zeit nicht allzu knapp wird, helfen die aufmerksamen Ehrenamtlichen auch beim Einladen.

Offiziell gehört Lügdes Bürgerbus-Sprinter mittlerweile übrigens zur Flotte der Karl Köhne Omnibusbetriebe GmbH in Bösingfeld. Der Wechsel war notwendig geworden, nachdem Lippes Kommunale Verkehrsgesellschaft (KVG) dem Reisedienst Vogt das komplette Linienbündel im lippischen Südosten entzogen hatte, unter dessen Ägide zuvor auch Lügdes Bürgerbus rollte. Seit dem Herbst füllt Köhne die Lücke.

Durch die Südstadt rollt der Bürgerbus dagegen nicht. Das würden sich zwar manche Bewohner in Lügdes Ortsteilen wünschen. Aber rein logistisch wäre das ein Problem. Zögen die Fahrer mit dem vorhandenen Bus deutlich größere Kreise, dann würde sich der Zeittakt der bisherigen Fahrschleife erheblich erweitern. Einen zweiten Bus anzuschaffen, wäre auch keine Lösung. Denn dann bräuchte der Verein noch deutlich mehr ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer.

Hinzu kommt: Der Bürgerbus soll dort die Lücken füllen, wo es ansonsten keinen regulären Linienbusverkehr gibt. Denn schließlich wollen und sollen die Ehrenamtlichen den Verkehrsunternehmen keine Konkurrenz machen – auch wenn die nicht alle Ortsteile so häufig bedienen, dass deren Bewohner aufs Auto verzichten könnten.

Allerdings hat die KVG Lügdes Südstadt durchaus im Blick. Bei der Versammlung des Bürgerbus-Vereins nannte Verkehrsplaner Bernd Schulze-Waltrup neulich das Stichwort „Richtungsbandverkehr“. Gemeint ist damit eine Art Anruf-Bus, der seine Routen über die Dörfer am jeweils aktuellen Bedarf orientiert. Die Überlegungen dazu stehen, wie auch weitere Projekte, die sich aus Lügdes „Integriertem Kommunalen Entwicklungskonzept“ (IKEK) ergeben, allerdings noch am Anfang.

Ein bisschen wird sich Lügdes Bürgerbus in diesem Jahr dennoch ausdehnen – allerdings rein zeitlich, indem die Ehrenamtlichen mehrere Sonderschichten fahren. Zuerst soll dieser Plan am Ostersamstag, 31. März, greifen. Dann dreht der Sprinter, der sonst von montags bis freitags unterwegs ist, morgens und nachmittags die üblichen Runden. Außerdem wird das Bürgerbus-Team zur Emmer-Messe am 21. und 22. April im Einsatz sein.

Wer selbst Spaß am Fahrdienst hat, ist dem Verein übrigens jederzeit willkommen. „Insbesondere Frauen aus Lügde und Umgebung sind aufgerufen, unser Bürgerbus-Team zu verstärken“, wirbt der stellvertretende Vorsitzende Helmut Rose um Neuzugänge. Dazu reicht ein Führerschein Klasse B (früher Klasse 3), ein Mindestalter von 21 Jahren und eine Fahrpraxis von zwei Jahren.

Rose: „Es wird keine Mindestanzahl von Einsätzen erwartet oder vorgegeben.“ Schon eine ehrenamtliche Schicht im Monat helfe bei der Aufrechterhaltung und Durchführung des Bürgerbusbetriebs in Lügde.

Interessierte können sich melden beim Vereinsvorsitzenden Ulrich Dahnz (Telefon 05281 / 7944077) oder per E-Mail an buergerbusluegde@ t-online.de. (mit jl)



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