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Mittel bewilligt: Besonders der Zusammenhalt der Lügder hat das Land überzeugt

630 000 Euro für den Marktplatz

Lügde. Es sah relativ unspektakulär aus, das Din-A4 Blatt mit Anschreiben und Betreffzeile und kurzem amtlichen Text, das Anke Recklies dem Lügder Bürgermeister Heinz Reker überreichte. Aber das Papier hat es in sich – 630 000 Euro genau genommen. Denn das, Schriftstück, mit dem die Direktorin der Abteilung 3 der Bezirksregierung Detmold am Donnerstag persönlich angereist ist, bedeutet, dass das Land Nordrhein-Westfalen die Mittel für die Umgestaltung des Markplatzes und des Kirchplatzes bewilligt hat.

veröffentlicht am 22.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

von carlhermann schmitt
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„In der Abteilung 3 hantieren die rund 200 Mitarbeiter mit richtig viel Geld, denn wir nehmen unter anderem Schwerpunktaufgaben Wirtschaftsförderung, Förderung des ländlichen Raumes, Denkmalförderung und Städtebauförderung wahr“, fasst Anke Recklies zusammen und erklärt, dass ihre Abteilung in diesem Jahr 39 Bescheide für insgesamt 22 Millionen Euro vergeben hat. „Dass ich den Bescheid in Lügde gerne persönlich übergebe, liegt an dem Konzept, das in der Bezirksregierung für viel Aufsehen gesorgt hat, denn Lügde ist nicht nur eine der ersten Kommunen , die mit einem ganzheitlich ausgerichteten Ansatz den gesamten Ort in ihrem Konzept berücksichtigt hat, sondern dabei auch ein qualitativ hochkarätiges Konzept vorgelegt hatte.“

Die Abteilungsdirektorin holte aus: „Uns hat zum Ersten Ihre Idee überzeugt. Zweitens, der Ansatz, dass die Verwaltung und die Politik unabhängig welcher Couleur an einem Strang gezogen haben, und drittens, dass Sie die Menschen mitgenommen haben, sie in Workshops beteiligt und selbst Schulkinder mit eingebunden wurden, wie im Foyer unten zu sehen.“ Dort haben nämlich Kinder ihre Idee von der Lügder Altstadt ausgestellt, gebastelt aus Papier und Pappe. Das sei das Alleinstellungsmerkmal der Lügder gewesen, zeigte sich Anke Recklies begeistert, dass das Motto hier lautete: „Wir bauen unsere neue Stadt.“ Die Papierhäuser stammen aus der Traumhaus-Bastel-Aktion der Pyrmonter Nachrichten.

Bürgermeister Heinz Reker konnte der Direktorin auch schon Einiges vorweisen, was mit dem Geld bezahlt werden soll: „Wir sind nämlich schon in Vorleistung getreten und haben mit Genehmigung den Baubeginn vorgezogen. Damit können auch unsere Bürger sehen, dass es vorangeht.“ Und das sei für den vorsichtigen Lügder ein eher ungewöhnliches Vorgehen, allein auf eine mündliche Zusage hin Geld in die Hand zu nehmen. „Aber wir haben großes Vertrauen in unsere Landesregierung, und bislang auch immer das bekommen, was uns zugesagt wurde“, so Reker. Bauamtsleiter Günter Loges berichtete indes von der großen Aufmerksamkeit anderer Kommunen, dem Lippischen Heimatbund und der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz, die regelmäßig mit Besichtigungswünschen auf die Lügder zukämen. „Wir haben eine harmonische Gestaltung geschaffen, ohne historisierend zu wirken. Das hat ebenso überzeugt, wie das Konzept der weitgehenden Barrierefreiheit.“ Was meint, dass es zwischen den Straßen und Plätzen keine großen Absätze gibt und auch Menschen mit Gehhilfen gut unterwegs sein könnten. Loges hob auch die deutlich wahrnehmbare Verkehrsberuhigung in der Durchgangsstraße hervor, die nach der Neugestaltung wieder Aufenthaltscharakter angenommen habe, berichtete von vier Geschäftsneugründungen und fünf Fassadenrenovierungen. „Es stehen auch noch einige in den Startlöchern. Sie werden ihre Fassaden nach dem Winter erneuern. Das zeigt, dass die Menschen hier wirklich mitwirken, um ihre Stadt wieder zu einem Mittel- und Treffpunkt für Leben, Wohnen und Handeln zu gestalten.“

Zudem freuten sich die Lügder, dass nach der Neugestaltung des Markt- und Kirchplatzes ein Brunnen dieses Zentrum des öffentlichen Raums beleben werde: „Die große Spendenbereitschaft für diesen Brunnen, der aus städtischen Mitteln nicht zu realisieren gewesen wäre, ist ein weiterer Mosaikstein für die Identifikation der Lügder mit ihrer Stadt.“ strahlte Loges. Welcher der beiden Entwürfe realisiert wird, muss der Rat aber am 2. Dezember noch entscheiden.

Heinz Reker und Anke Recklies präsentieren stolz die Bewilligung der finanziellen Mittel für die Umgestaltung des Kirchplatzes und des Marktplatzes, die in Hintergrund erste Züge annimmt.yt



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