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Neue Ausstellung mit Bildern von Annegret Glawe-Tödtmann

40 Jahre kreatives Schaffen

Lügde. Im Heimatmuseum Lügde wird schon fleißig für die neue Ausstellung geplant, doch an den Wänden hängen noch die Bilder der letzten Ausstellung von Annegret Glawe-Tödtmann. Gut besucht und viel gesehen waren ihre Illustrationen zu den Lügder Sagen, stellt Hans-Jürgen Leßmann vom Heimat- und Museumsverein fest. Und die neue Ausstellung „40 Jahre Malerei“ lässt eine noch größere Resonanz vermuten. Die seit vielen Jahren in Bad Pyrmont ansässige, jedoch in Lügde geborene Annegret Glawe-Tödtmann hat sich entschlossen, ab dem 9. April eine Retrospektive auf 40 Jahre Malerei zu präsentieren und damit quasi in einer letzten Ausstellung einen Lebens-Schaffenskreis zu schließen. Nun wird im Museum nach den besten Hängeplätzen für die rund 50 Bilder gesucht. Annegret Glawe-Tödtmann sichtet ihre Werke und muss aus ihren zahllosen Exponaten die passende Auswahl treffen. Natürlich stellt der Heimat- und Museumsverein dazu ein paar engagierte Helfer ab, denn die normalerweise vorhandenen landwirtschaftlichen Ausstellungsstücke müssen umgeräumt und der Persönlichkeit der Künstlerin in sinnvoller Reihenfolge der Bilder die adäquate Referenz erwiesen werden. So soll ihr Schaffen in vier Abschnitten gewürdigt werden, die jeweils ungefähr eine Dekade umfassen und diese in Motivwahl, Medium und Technik charakteristisch abbilden. Die erste Dekade beginnt 1976 und enthält Techniken wie Acrylmalerei, Bilder in Aquarellfarben und verschiedene Drucktechniken, doch ebenfalls solche in Pastellmalerei, für die Glawe-Tödtmann besonders bekannt wurde. Auch die zweite Dekade dokumentiert sich in zahlreichen Pastellkreide-Bildern, denn in der Zeit ab 1986 vermittelte sie ihr Wissen als Dozentin an der Volkshochschule an zahlreiche Interessenten aus Bad Pyrmont und der Umgebung. In dieser Zeit kamen auch Arbeiten in Ton zu ihrem ¼uvre dazu. Der Wandel zu Motiven aus ihrer liebgewonnenen Landschaft Darß/ Fischland zeigt sich in der dritten Dekade und die vierte beinhaltet eher die Zuwendung zu kleineren und feineren Dingen. So gibt die Ausstellung „40 Jahre Malerei“ einen Überblick über einen langen Schaffenszeitraum, doch ist sie gleichermaßen ein Spiegel der persönlichen Höhepunkte, Einschnitte und Nackenschläge, die ein Menschenleben parat halten kann. Von allem hat Annegret Glawe-Tödtmann einiges mitbekommen. Es ist höchst spannend und inspirierend, sich mit den Bildern einer starken Frau auf die Reise durch ihr Leben einzulassen. Die Ausstellung wird am 8. April um 20 Uhr im Heimatmuseum in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet und wird bis zum 9. Mai dort zu sehen sein.

veröffentlicht am 05.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:45 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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