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Katholische Gemeinde veranstaltet Wallfahrt zur 75 Jahre Mariengrotte

110 Gläubige pilgern auf die Klippen

Lügde (stef). Heimlich und in ihrem Sandkasteneimerchen trugen Walburga Zünkler und ihre Schwester Anna Kausen 1933 Sand die Lügder Klippen hinauf. „Die Nazis durften nichts vom Bau der Mariengrotte erfahren“, erinnert sich die heute 90 Jahre alte Anna.

veröffentlicht am 10.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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Denn damals entstand die Grotte auf Initiative der Lügder Schönstatt-Männergruppe als Ort der Marienverehrung und – angelehnt an die Schönstattkapelle in Vallendar – Gegenpol zur Ideologie des Nationalsozialismus.

75 Jahre später machen sich 110 Gläubige um Pfarrer Peter Hellersberg zu einer Wallfahrt samt Andacht an der frisch restaurierten Grotte auf.

Sechs Kolping-Senioren arbeiteten drei Tage, um die Grotte zu reinigen und zu reparieren. „Zuerst haben wir das neue Dach geschaffen. Das war die Grundvoraussetzung, um den Innenraum trocken zu legen. So konnten wir überhaupt erst mit dem Putzen anfangen“, erklärt Kolpingmitglied Hans Steinhage. „Immerhin wurde die Grotte seit 18 Jahren nicht mehr generalüberholt, es gab also jede Menge Dreck.“ Karl Steffens ergänzt: „Außerdem mussten wir Felsenstücke abschlagen, um das Dach einzupassen und die Grotte neu streichen.“ Die Restaurierung sei nur dank des Sponsorings und der Hilfe von Franz und Frank Ohms sowie der Firma Skibbe möglich gewesen, sagt Steffens weiter.

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Gemeindereferentin Hildegard Schäfer, auf deren Initiative die Wallfahrt stattfand, zeigt sich sehr zufrieden: „Es ist schön, dass so viele Leute gekommen sind und sie alle gemeinsam beten, singen und den Tag genießen.“

Die Wallfahrer auf dem Weg zur Grotte. Kleines Foto (v.li.): Karl Steffens, Hildegard Schäfer, Walburga Zünkler, Anna Klausen und Hans Steinhage vor der Grotte.

Fotos: stef



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