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Oliver Jürgens listet Wissenswertes über das „Dinner for one“ in Elbrinxen auf

10 Punkte im elften Jahr

Elbrinxen. Wenn das Jahr im Lügder Storchendorf zur Neige geht, sorgen die Elbrinxer zum Endspurt stets für ein Highlight, das immer mehr Menschen amüsiert. Dabei gibt‘s über den Kult des Immergleichen stets Neues zu erzählen:

veröffentlicht am 27.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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1. Etwa 30 ehrenamtliche Helfer machen‘s möglich

In diesem Jahr bringt die „Elbrinxer Dorfbühne“ den Sketch zum elften Mal auf die Bühne. Elf Jahre in Folge verbringen die ehrenamtlichen Helfer ihren Silvesternachmittag in der Marktscheune.

Aber nicht nur an Silvester wird viel bewegt. Der Kartenverkauf muss organisiert werden. Die Bühne und die Hütten vor der Marktscheune müssen aufgebaut werden. Natürlich proben die Schauspieler das Stück mehrfach. Die Feuerzangenbowle wird vorbereitet. Und am Tag selbst müssen die Theken und Hütten besetzt und die Technik betreut werden. Insgesamt arbeiten etwa 30 Helfer des Heimat- und Verkehrsvereins am reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

2. Ein eigener Raum fürs Bühnenbild

Das Bühnenbild der „Dinner for one“-Aufführung sorgt immer wieder für ein anerkennendes Staunen. Für die Wände gibt es seit mehreren Jahren einen extra Raum unter dem Marktscheunendach. Damit soll die Deko vor Schmutz geschützt werden. Sie soll ja noch ein paar Jahre halten.

3. Der Alkohol ist echt

Der Sketch ist untrennbar mit dem Thema Alkohol verbunden. Es gibt wohl kaum einen Sketch, bei dem so viel getrunken wird, wie bei „Dinner for one“. In Schweden wurde die Fernsehaufzeichnung zuerst für sechs Jahre, bis 1969, nicht zur Sendung freigegeben. Sie galt als ungeeignet, da James im Sketch zu viel Alkohol trinkt. Eine Aufzeichnung der Aufführung in der Marktscheune wäre wohl heute noch nicht zu sehen, denn der Elbrinxer James (Detlef von der Heide) trinkt echten Alkohol. Und zwar kühlen Weißwein. Deshalb schafft nach Auskunft von Oliver Jürgens nur zwei Aufführungen. „Mehr kann man ihm einfach nicht zumuten!“

4. Das Hühnchen ist Fisch

Auf der Bühne wird natürlich nicht nur getrunken, sondern auch gegessen. Als Vorspeise gibt es laut Drehbuch eine indische Mulligatawny-Suppe. „Aber wir sind ja nicht in Indien, sondern in Lippe“, erklärt Oliver Jürgens. In Elbrinxen werde deshalb eine Spargelcreme- oder eine Waldpilzsuppe serviert. „Schön heiß natürlich.“ Und auch der Fisch ist echt. Entweder gibt es für Sophie (Reinhild Blum) Forelle oder Lachs. Und auch das Hühnchen ist in Elbrinxen Fisch. Statt eines Obstsalates werden Weintrauben gereicht.

5. Feuerzangenbowle wird probiert

Die Feuerzangenbowle wird mit sehr viel Liebe hergestellt. Mit einem guten Rotwein und vielen guten Gewürzen. Damit nichts schief geht, wird die Feuerzangenbowle einen Tag vor Silvester vom Vorstand probiert. „Diese „Qualitätsanalyse“ ist dem Heimat- und Verkehrsverein sehr wichtig“, betont Oliver Jürgens und schiebt ein taktisches „Hicks“ hinterher.

6. Karten sind heiß begehrt

Über das ganze Jahr hinweg erreichen den Heimat- und Verkehrsverein Anfragen zum Prozedere des Kartenvorverkaufs. Der beginnt immer drei Wochen vor Silvester. Insgesamt gibt es in den beiden Vorstellungen zusammen 340 Plätze. Am Tag des Vorverkaufs geht der „Sturm“ dann los. In diesem Jahr standen schon 90 Minuten vor dem Vorverkaufsbeginn erste Interessenten vor der Marktscheune. Nach 12 Minuten waren alle Karten verkauft.

7. Angebote anderer Theater

Schon mehrfach haben die Elbrinxer Angebote bekommen ihr „Dinner for one“ an anderen Theatern zu spielen. Allerdings nicht an Silvester. Wegen des großen Arbeitsaufwands hat sich der Heimat- und Verkehrsverein bislang immer dagegen entschieden.

8. Ursprünglich ein „Dankeschön“

Die Arbeit im Heimat- und Verkehrsverein gelingt nur mit dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Deshalb hatte der Vorsitzende Detlef von der Heide vor elf Jahren die Idee, sich nicht nur einen Lebenstraum zu erfüllen, sondern gleichzeitig allen Helfern mit dem „Dinner for one“-Sketch Dankeschön zu sagen. Aus dieser einen Aufführung sind inzwischen zwei Vorstellungen jährlich geworden; am Silvesterabend werden es 22 gewesen sein.

9. Keine Abendvorstellung

Warum spielt die Dorfbühne eigentlich nicht später? Der Heimat- und Verkehrsverein hat schon vor Jahren beschlossen, den heimischen Wirten keine Konkurrenz zu machen. Deshalb ist die Marktscheune auch nicht für private Feste zu mieten. Und deshalb spielt die Dorfbühne an Silvester auch nicht später. So können die Besucher im Anschluss privat oder in den Gaststätten in Lügde feiern gehen.

10. Bis wir 90 Jahre alt sind

Wie lange wird es das „Dinner for one“ in der Elbrinxer Marktscheune eigentlich noch geben? „Bis unsere Sophie, Reinhild Blum, wirklich 90 Jahre alt ist. Mindestens!“, sagt ihr Silvester-Butler Detlef von der Heide. „Und das kann noch dauern…“

So manches ist echt beim „Dinner for one“ – wie etwa der Weißwein...



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