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Andrea Gerstenberger verabschiedet sich als Kulturbeauftragte der Gemeinde / Dank vom Bürgermeister

Sie machte Emmerthal zu einer guten Adresse

EMMERTHAL. Dieser Abschied wird kein leichter sein – vor allem für die Fans des Emmerthaler Kulturprogramms aus der Gemeinde und der Region. Die ehrenamtliche Kulturbeauftragte Andrea Gerstenberger steht wegen beruflicher Verpflichtungen für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung. „Ich persönlich finde das sehr schade“, sagte Bürgermeister Dominik Petters – und das gelte ebenso für viele Emmerthaler.

veröffentlicht am 19.11.2021 um 09:30 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

In seinen Dankesworten würdigte er die Verdienste von Gerstenberger, das Programm unter dem Motto „Zeit für Kultur in Emmerthal“ initiiert, begleitet und erfolgreich etabliert zu haben. „Tolle Veranstaltungen“, sagte der Bürgermeister. „Sie haben ihnen Ihren Stempel aufgedrückt.“

Es war Petters Vorgänger Bürgermeister Andreas Grossmann, der 2009 Gerstenberger für das Projekt gewinnen konnte, das kulturelle Leben in Emmerthal auf ehrenamtlicher Basis zu bereichern. Zuvor lag die Regie beim damaligen Ersten Gemeinderat Wolfgang Hoth. „Mir ist es wichtig, mit Kulturveranstaltungen den Namen Emmerthal auch über die Gemeindegrenzen hinauszutragen“, sagte Gerstenberger, als sie damals als Nachfolgerin vorgestellt wurde – und das über Sponsoring kostendeckend, weil zuvor das Angebot aus finanziellen Gründen eingestellt worden war.

Nach zwölfeinhalb Jahren steht zum Abschied fest: Für Kulturfreunde aus dem gesamten Weserbergland gilt Emmerthal als gute Adresse. Konzerte aller Stilrichtungen, Theater besonders mit den heimischen Ensembles, Lesungen und Kabarett boten eine vielseitige Mischung. Musikalische Legenden wie Hannes Wader oder Klaus Lage lockten in die Gemeinde, für viele unvergessen bleibt das Emmerthaler Grand-Prix-Revival vor zehn Jahren, eine feste Größe sind die Beiträge der Gemeinde zum Felgenfest unter dem Motto „Rad(kul)tour“. Festivalstimmung versprachen die Open Airs an der Weser, im Börryer Museum und auf dem Marktplatz „Neue Mitte“.

„Es hat Spaß gemacht“, sagte Gerstenberger bei der Verabschiedung im politischen Fachausschuss des Rates, der auch für den Bereich Kultur verantwortlich zeichnet. „Aber wenn man es richtig machen will, dann bedeutet das einen Zeitaufwand, den ich leider nicht mehr leisten kann“, sagte Gerstenberger, die inzwischen als Kulturbeauftragte im Schlosshotel Münchhausen in Aerzen die Fäden zieht. Sie hoffe aber, dass es kulturell in Emmerthal weitergehe.

„In ihre Fußstapfen zu treten, wird nicht einfach“, glaubt Heike Schwiegmann, die den Fachausschuss führt und ebenfalls zum Abschied dankte. „Ein immer interessantes Programm.“ Und die Zukunft? An einem Konzept für das Kulturangebot solle gearbeitet werden, sagte Bürgermeister Petters. „Aber es ist noch alles offen.“



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