weather-image
16°
×

Neues Mehrzweckgebäude und Sportplatz

Region Hannover investiert drei Millionen in die Riepenburg

„Den Landkreis hat das nichts gekostet. Davon könnte es mehr geben“, stellt Landrat Dirk Adomat zufrieden fest. Und auch für Heimleiter Frank Himmer, der das Landschulheim Riepenburg der Region Hannover seit 2013 führt, ist die Einweihung des neuen Mehrzweckgebäudes ein Grund zur Freude.

veröffentlicht am 03.09.2021 um 10:00 Uhr

Avatar2

Autor

Reporter

AERZEN. Immerhin hat die Region Hannover als Träger der 1956 gegründeten Einrichtung gut 2,5 Mio. Euro in das hochmoderne, barrierefreie Gebäude investiert. Zu dessen Einweihung waren jetzt neben Adomat auch der Aerzener Bürgermeister Andreas Wittrock und Regionspräsident Hauke Jagau gekommen.

„Wenn man ein Schullandheim betreibt, dann bitte aber auch richtig“, stellte der Regionspräsident dann auch fest. „Ein toller Ort in einer hochattraktiven Landschaft, mit der Nähe zu Hameln, der geeignete Ort, um insbesondere Grundschulkindern nach Corona ein Gemeinschaftserlebnis in der Natur zu ermöglichen.“

Auf zwei Ebenen umfasst das neue Gebäude, das das alte Haus Weser mit dem Haus Humme verbindet und einen grandiosen Ausblick über das Hummetal bietet, zwei vielseitig nutzbare Räume. Der Multifunktionsraum im Erdgeschoss bietet 75 Personen Platz, ist mit modernster Medien- und Kommunikationstechnik ausgestattet, im Erdgeschoss befinden sich Garderobe, Gruppenräume, eine barrierefreie Toilette, Technikräume und eine Tiefhof-Terrasse, die ebenfalls vielseitig genutzt werden kann.

Andreas Wittrock, Claudio Griese, Frank Himmer, Hauke Jagau und Dirk Adomat (v. li.) waren zur Einweihung gekommen.Foto: eaw

In der Riepenburg läuft nach der Coronazwangspause der Betrieb langsam wieder an. Sechs Mitarbeiter bieten den Gästen einen Aufenthalt mit Vollverpflegung. „Natürlich durch unsere regionalen Versorger“, so Himmer. Seit Pfingsten nimmt der Betrieb wieder Fahrt auf. „Im vergangenen Jahr hatten wir nur eine Handvoll Gäste, da hat uns vor allem die coronabedingte Einstellung der Klassenfahrten getroffen“, so der 52-Jährige.

Dabei war vor Ausbruch der Pandemie die Entwicklung der Belegungszahlen der Einrichtung schlichtweg sensationell. „Von knapp 6000 im Jahr 2006 bis auf über 12 000“, berichtet die für die drei Landheime der Region Hannover zuständige Jennifer Komenda. Neben der Riepenburg unterhält die Region auch Heime auf Föhr und Torfhaus im Harz.

Zwei Lockdowns hatten dann den steilen Aufstieg gestört, doch nun geht es dank der Investitionen der Region wieder aufwärts. „Andere haben ihre Einrichtungen geschlossen, wir nicht“, so der Regionspräsident. Soziales Lernen und vor allem Naturerfahrungen seien allen Mitgliedern der Regionsversammlung wichtig, und so werde statt Schließung investiert. „Gerade nach Corona brauchen die Kinder und Jugendlichen das“, so Jagau.

Neben Unterricht gibt es auf dem 4,5 Hektar großen Naturgelände reichlich Spiel- und Sportangebote. Im Oktober sollen die Arbeiten am neuen, 550 000 Euro teuren Sportplatz abgeschlossen sein. Auch einige Maßnahmen in den bestehenden Gebäuden beinhalten die Investitionen. Komenda: „Es sind auch die Küchen modernisiert worden.“

Frank Himmer und sein Team haben die Coronazeit genutzt, um die Angebote zu überarbeiten: Ausflüge in die Rattenfängerstadt gehören seit langem ebenso zum Pflichtprogramm der in der Regel einwöchigen Aufenthalte wie Bastelaktionen, Waldführungen, Weserfahrten oder Rugbyspiele. Und natürlich darf auch reichlich Lagerfeuerromantik nicht fehlen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige

Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

Immobilien mieten

Immobilien kaufen