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Probleme mit der Löschwasserversorgung

REINERBECK. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Freiwilligen Feuerwehr Reinerbeck steht aktuell zur Neubeschaffung an. Das Einsatzfahrzeug, ein Mercedes Sprinter mit Ziegler-Aufbau, wurde 1994 in Dienst gestellt und ist demnach 27 Jahre alt. Nicht unbedingt automatisch ein K.o.-Kriterium, aber das Reinerbecker TSF muss im April 2022 zum TÜV.

veröffentlicht am 09.10.2021 um 10:30 Uhr

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Reporterin

Und eine Überprüfung aller Fahrzeuge durch eine Expertengruppe innerhalb der Aerzener Gemeindefeuerwehr hat bereits im Vorfeld offenbart, dass Reparaturen in Höhe von mindestens 7500 bis 8000 Euro notwendig sind, um für die Fahrzeugpapiere die notwendige TÜV-Plakette zu bekommen. „Dies ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Das Fahrzeug steht schon seit mehreren Jahren im Investitionsplan der Gemeinde“, erklärt Reinerbecks Ortsbrandmeister Torsten Pieper, der auch Mitglied im Aerzener Rat ist.

Aufgrund der ungenügenden Löschwasserversorgung in Reinerbeck, welche durch die Feuerwehrfachbeiträge sowie auch durch reale Messungen im August vor Ort festgestellt wurde, hat Gemeindebrandmeister Friedhelm Senke in der letzten Sitzung des Feuerschutzausschusses den Antrag gestellt, dass für die Ortswehr Reinerbeck ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) beschafft wird. Die Alternative zur Beschaffung eines TSF-W als Ersatz für das abgängige TSF wäre, das Wasserleitungsnetz in Reinerbeck umzubauen.

„Auf die mangelnde Löschwasserversorgung habe ich schon vor vielen Jahren hingewiesen. Das Problem war bekannt, nun ist es nicht mehr wegzudiskutieren. Wir haben dennoch nach praktikablen Alternativen gesucht, wie die Löschwasserversorgung in Reinerbeck optimiert werden könnte. Dabei wurden neben dem Wassernetz auch Wasserentnahmestellen wie beispielsweise Teiche in den Blick genommen“, so Torsten Pieper.

„Aus der Anschaffung eines TSF-W würde resultieren, dass dann auch das Feuerwehrhaus neu gebaut werden muss, da ein aktuelles TSF-W nicht in unsere Garage passt. Diesbezüglich wurde mit den zuletzt beschafften Dehmkerbrocker und Herkendorfer Fahrzeugen bereits eine Stellprobe durchgeführt“, erläutert er weiter. Auch ein Garagenneubau ist Bestandteil von Senkes Antrag, den dieser den Ausschussmitgliedern kurz umriss und erläuterte und der in schriftlicher Form nun den Fraktionen zur Beratung vorliegt. „Dieser Antrag wird nun politisch beraten und ich hoffe, dass es dieses Jahr noch eine entsprechende Entscheidung gibt“, macht der Ortsbrandmeister Druck.

„Auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung hat es der Antrag leider nicht mehr geschafft“, erklärt Aerzens Bürgermeister Andreas Wittrock. In seinem Statement ist auch nicht die Rede von einem Feuerwehrhaus-Neubau, sondern er hält sich die Option eines Umbaus der Garage offen.



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