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Vor dem Festival in der Domänenburg mit drei Bands: Musiker bieten Workshops / Neuland in der Region

Premiere: Folk-Profis geben Nachhilfe

veröffentlicht am 06.05.2019 um 13:30 Uhr
aktualisiert am 06.05.2019 um 21:10 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

AERZEN. Das könnte Aerzen überregionale Bedeutung in der Folkszene verschaffen: Nicht nur, weil am 29. Juni das erste große Folk-Festival mit drei renommierten Bands in der Domänenburg steigt, sondern weil zusätzlich die Mitwirkenden auf der Bühne zuvor interessierten Musikern und Sängern in Workshops ihr Wissen und Können vermitteln. „Andernorts pilgern die Leute da regelrecht hin“, weiß Stefan Gliwitzki von vergleichbaren Angeboten vor allem aus dem süddeutschen Raum, aber auch ganz im Norden. „Hier in der Region bedeutet das Neuland“, sagt der Gitarrist und Sänger von der bundesweit unter Folkfans bekannten Band Tone Fish.

Zusammen mit Heiko Bossog, Organisator der Reihe „Kultur in der Domänenburg Aerzen“, hat Gliwitzki die Idee für dieses Projekt entwickelt. Für Bossog, der immer wieder neue Formate wie „Kultur unterwegs“ mit Konzerten an anderen Orten mit Erfolg entwickelt, gilt nicht nur das Festival als Glanzlicht des Jahres. Vor allem die Workshops (Gliwitzki: „Sowohl für Bandmitglieder als auch für Hobbymusiker“) sieht Bossog als spannendes Experiment. Mit den Räumen der Burg gebe es optimale Möglichkeiten, die andere Veranstalter nicht hätten. „Ein Vorteil – direkt nebenan“, meint Bossog. Oder, wie Gliwitzki sagt: „Das ist noch einmal ein ganz anderes Festival-Erlebnis – erst etwas von den Musikern lernen und sie dann mit dem kompletten Programm auf der Bühne erleben.“

Beim Open Air im Burginnenhof ist neben der Schottin Joanna Scott Douglas und ihrem Partner Jan Jedding mit Broom Bezzums ein englisches Duo der Extraklasse, das mit den Großen der Branche auf der Bühne steht, dabei. Bereits zweimal spielte es im Rahmen der „Schlägermusik“ in Hameln und wurde unter die Top 3 gewählt. Nicht fehlen dürfen die Lokalmatadoren von Tone Fish, die seit sechs Jahren die Folk-Szene in Deutschland aufmischen und sich in der Region einer wachsenden Fangemeinde erfreuen – zum Beispiel auch mit einem erfolgreichen Konzert in Aerzen. Mit ihrer ganz eigenen Interpretation von Folkmusik hat die Band letztes Jahr in der Domänenburg abgeräumt.

Vor dem Festival stehen am Nachmittag von 14 bis 16 Uhr die verschiedenen Workshops auf dem Programm zu den Bereichen Gesang, Bodhrán, Gesang in der Gruppe, Gitarre und Gesang, Schlagzeug und Geige. „Die Workshops sind offen für jeden, der wissen möchte, wie die Bands mit Gesang und Musik umgehen“, sagt Gliwitzki über die Insidertipps aus erster Hand. „Von Musikern, die diese Kurse geben, weiß ich, wie gut sie angenommen werden.“

Nachhilfe der besonderen Art im Gesang vermittelt beispielsweise in Aerzen Joanna Scott Douglas. „Sie singt einfach toll, mit wundervoll folkigem Einschlag“, weiß Gliwitzki. Den Geigen-Workshop leitet Andrew Cadie von Broom Bezzums. Nicht nur ein exzellenter Sänger, wie der Hamelner Folkmusiker weiß, sondern „auch ein begehrter Geiger, der oft in anderen Bands aushilft“. Und: Cadie, der zusätzlich mit dem nordenglischer Dudelsack Northumbrian Pipes auf der Bühne steht, hat sogar Folk-Musik studiert.

Ob Festival oder Workshops in Aerzen, die bei einem Erfolg in den Folgejahren auf ein Wochenende ausgeweitet werden könnten: Gliwitzki will zusammen mit Bossog dazu beitragen, der Region einen Schub in Sachen Folkmusik zu geben. „Die Gegend hat Nachholbedarf“, sagt der Tone-Fish-Musiker. Es gebe zwar viele Fans und Konzerte, aber kaum Bands, die von hier kommen würden. Dabei kann er nur empfehlen, sich diesem Genre zu widmen. Warum er selbst der Folkmusik so zugetan ist? Gliwitzki: „Weil sie am nächsten dran ist am Menschen, allein mit Stimme und Instrument, das reicht in der Regel ohne Verstärker.“

Information

Wissenswertes für Fans

Anmeldungen für die Workshops werden erbeten bis zum 25. Juni unter der Rufnummer 05154/709417 in der Domänenburg, wo Heiko Bossog weitere Informationen gibt. Die Teilnehmergebühr pro Person beträgt zehn Euro.

Karten für das Folkfestival, das am Samstag, 29. Juni, um 19 Uhr im Burginnenhof beginnt, gibt es im Vorverkauf im Rathaus Aerzen sowie in Hameln beim Dewezet-Ticketshop und bei der Buchhandlung von Blum.



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