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Aerzener Grundschulen

Mobile Luftfilteranlagen sollen Raumluft verbessern

ERZEN. Für die Grundschulen und Kindergärten im Flecken Aerzen sollen mobile Luftfilteranlagen angeschafft werden – durch Kauf oder als Leasing-Modell, diese Entscheidung obliegt letztendlich der Verwaltung.

veröffentlicht am 14.06.2021 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 15.06.2021 um 10:24 Uhr

59.225-02

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Reporterin

Den Beschaffungsantrag haben die SPD-, Grüne- und Linken-Gruppe im Rat des Flecken Aerzen an die Gemeinde gerichtet, wie Gruppensprecher Michael Schlie mitteilt. Die Antragstellung erfolgte bei der Verwaltung für die nächsten VA-Sitzung am 1. Juli 2021.

Zur Begründung heißt es: „Mit den mobilen Luftfilteranlagen soll die Raumluft in den Klassen und Gruppenräumen der Kindergärten ohne zentrale Raumlüftungsanlage, unabhängig von der vorgegebenen Lüftungsregel 20-5-20, verbessert werden. Zwar sinken im Moment die Inzidenzzahlen, es bleibt aber zu erwarten, dass auch künftig keine Normalität eintritt, wie sie vor der Pandemie geherrscht hat. Wir beugen darüber hinaus auch künftig zu erwartenden Einschränkungen vor, die durch Virenmutationen oder gar neue Viren hervorgerufen werden.“

„Trotz der angespannten Haushaltslage haben wir uns dazu entschlossen, dieses Geld für die Gesunderhaltung der Schüler und Kindergartenkinder für die Zukunft zu sichern“, erklärt Michael Schlie. Auch Frank Pook von den Linken, der für seine mahnenden Äußerungen in Bezug auf finanzielle Ausgaben bekannt ist, habe dem Projekt gleich seine volle Unterstützung zugesagt und Vergleichskommunen genannt, in denen solche Anlagen bereits angeschafft wurden, wie Michael Schlie weiter mitteilt. Eine Bedarfsabfrage bei den Kindergärten und Schulen wurde durch die Verwaltung getätigt.

„Die Schulen sind demnach begeistert, die Kindergärten vertreten die Ansicht, dass solche Anlagen für sie nicht notwendig sind“, erklärt Michael Schlie nach Rücksprache mit Bürgermeister Andreas Wittrock. „Leider wird diese Aktion in Niedersachsen nicht durch das Land gefördert, wie in vielen anderen Bundesländern. Wir machen das aber trotzdem!“, unterstreicht der Gruppensprecher. Ein weiterer Aspekt, der für die Luftfilteranlagen spricht: Sie filtern zu 99,8 Prozent Viren und Pollen. Damit sind dann auch die Allergiker, die durch das Lüften eventuell belastet werden, entlastet, gibt der Aerzener Ratsherr zu bedenken. Für die laut Abfrage benötigten 22 mobilen Luftfilteranlagen beträgt die Investitionssumme im Falle eines Kaufes rund 65 000 Euro. Das Leasing eines solchen Gerätes schlägt mit zirka 60 Euro monatlich zu Buche.

Darüber hinaus wäre in beiden Fällen nach zwei Jahren eine Wartung fällig, für die abermals finanzielle Mittel aufgewendet werden müssen. „Das Vorhaben ist nicht günstig, aber sinnvoll!“, betont Michael Schlie abschließend.



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