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Unternehmen steigert Umsatz und Gewinn – will aber noch deutlich mehr

Lenze nicht ganz zufrieden

GROSS BERKEL. Die Lenze-Gruppe bleibt auf Wachstumskurs und kann damit den Rekordumsatz des Vorjahres noch einmal steigern. Trotz insgesamt schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und fehlender Impulse aus dem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfeld wurde der Umsatz des Vorjahres im Geschäftsjahr 2015/2016 (1. Mai 2015 bis 30. April 2016) auf 646,4 Mio. Euro (Vorjahr: 634,1 Mio. Euro) gesteigert, wie das heimische Unternehmen mit Hauptsitz in Groß Berkel am Montag mitteilte.

veröffentlicht am 31.10.2016 um 20:20 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 09:07 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Dies entspricht einem Wachstum von rund zwei Prozent. Im Vorwort zum Geschäftsbericht fügt der Vorstand allerdings das Wörtchen „nur“ einschränkend hinzu.

Die aktuelle weltpolitische Lage sorge für eine anhaltende Verunsicherung, die das Investitionsklima weltweit trübt. „Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir daher keine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und rechnen mit einem Umsatzwachstum leicht über dem des Vorjahres“, heißt es im Ausblick von den Vorstandsmitgliedern Christian Wendler (Vorstandsvorsitzender), Frank Maier und Dr. Yorck Schmidt. „Mittel- bis langfristig schätzen wir die Entwicklung sehr viel positiver ein.“

Grundsätzlich, so teilt das Unternehmen mit, habe sich die Lenze-Gruppe aber „2015 auf hohem Niveau stabil weiterentwickelt“. Während entsprechend den Erwartungen des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau vom Jahresbeginn 2015 die globale Umsatzentwicklung der Branche insgesamt stagnierte, habe sich im Gegensatz dazu das Geschäft in drei Fokusindustrien der Lenze-Gruppe – Intralogistik, Consumer Goods sowie Textile – weltweit gut entwickelt. Die Automotive-Industrie sei dagegen deutlich geprägt gewesen von Investitionszyklen sowie Projektverschiebungen der Automobilhersteller.

Insgesamt habe es nicht nur das Umsatzwachstum von zwei Prozent gegeben. Gleichzeitig sei es gelungen, die Profitabilität zu steigern: Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg leicht auf 48,5 Mio. Euro, nach 46,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Rendite erhöhte sich damit auf 7,5 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 2 Mio. Euro auf 31,4 Mio. Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilt.

Mit Blick auf weitere Kennzahlen des Geschäftsberichts heißt es in der Mitteilung, dass die finanzielle Stabilität Grundlage für Flexibilität in den Märkten sei. „Es ist unsere solide Vermögenslage, gepaart mit unserer langfristig orientierten Strategie und Personalpolitik, die uns überhaupt erst in die Lage versetzt, in unseren Fokusindustrien nachhaltig erfolgreich zu sein“, erläutert Vorstandsvorsitzender Christian Wendler laut Mitteilung.

Für eine positive Entwicklung der nächsten Jahre führt das Unternehmen an, dass die Lenze-Gruppe mit ihrem Produkt- und Leistungsangebot und ihrer weltweiten Präsenz gut positioniert sei, um „die erwarteten Megatrends der Zukunft als Chancen zu nutzen“. Neben der Ausrichtung auf die Fokusindustrien wird das Thema Industrie 4.0 als Wachstumstreiber für die Lenze-Gruppe gesehen. „Schon heute sind wir mit unserem breiten Produkt- und Dienstleistungsportfolio, unserem Maschinen-Knowhow und unseren kundenorientierten Teams ein perfekter Partner für unsere Kunden, wenn es darum geht, intelligente, vernetzte Maschinen zu bauen und digitalisierte Wertschöpfungsprozesse voranzutreiben“, heißt es im Vorwort des Vorstandes.

Die Zahl der in der Lenze-Gruppe beschäftigten Mitarbeiter sank laut Geschäftsbericht um 69 Personen von 3366 zum Vorjahresende auf 3297 zum Ende des Berichtsjahres. Die Zahl der im Durchschnitt in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter ist im Geschäftsjahr 2015/2016 um vier Personen auf 1711 Mitarbeiter gesunken. Der Anteil der im Inland beschäftigten Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft beträgt nahezu unverändert 51 Prozent. Die Unternehmensgruppe ist laut Mitteilung mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Forschungs- und Entwicklungsstandorten, Produktions- und Logistikwerken sowie einem Netz von Vertriebs- und Servicepartnern in 60 Ländern und in allen relevanten Regionen vertreten.



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