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Expansionspläne der Firma Koppenhagen

Lahmes Internet: Unternehmen fühlt sich ausgebremst

GROSS BERKEL. Während die Digitalisierung und die notwendigen Voraussetzungen durch schnelles Internet als Credo der Politik gelten, stoßen Unternehmen immer noch an Grenzen – weil die technische Infrastruktur nicht ausreicht.

veröffentlicht am 14.08.2021 um 17:00 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Während der Brandschutz-Spezialist Koppenhagen nun an seinem Hauptsitz in dem kleinen Dorf Dehmke über optimale Voraussetzungen für gute Internetverbindungen verfügt, fühlt sich das Unternehmen ausgerechnet in Groß Berkel ausgebremst.

Frank und Jan-Hendrik Koppenhagen können es nicht fassen. Dort hat der Familienbetrieb das Firmengebäude von Magneta gekauft. Schnelles Internet? Nur mit hohen Kosten möglich, wie sie erfahren mussten. „Ich bin davon ausgegangen, dass wir in einem Gewerbegebiet keine Probleme haben dürften“, meint der Chef. Große Pläne von überregionaler Bedeutung: Der Spezialist will in Groß Berkel im September unter dem Namen Rescue Arena ein Trainingszentrum für Einsatz- und Rettungskräfte schaffen.

Schnelles Internet? Unabdingbar. Aber: Fehlanzeige. Keine 100 Meter weiter befindet sich ein Verteilerkasten, von dem aus die Leitung verlegt werden könnte. Jan-Hendrik Koppenhagen bemühte sich monatelang um Lösungen. Bei der Telekom hätte der Betrieb einmalige Kosten verursacht von rund 40 000 Euro, zusätzlich 2350 Euro monatlich beim Gigabit/s-Angebot. „Vergleichbar wie in Dehmke durch htp – bei nur 99 Euro“, verschlug es ihm die Sprache. Telekom zog sich ohnehin zurück. Vodafone will auf Einmalkosten verzichten, kam beim 5-Jahres-Vertrag auf 1299 Euro im Monat. „Auf fünf Jahre also 78 000 Euro“, rechnet der Prokurist vor.

Bislang ist keine Entscheidung gefallen. Bei einem Treffen mit drei Unternehmen in der Nachbarschaft erfuhren Koppenhagens, dass sie ähnliche Probleme haben. „Wir brauchen schnelles Internet – und das zu einem akzeptablen Preis“, sagt der Junior. Frank Koppenhagen sieht die öffentliche Hand in der Pflicht: „Als Unternehmer in einem Gewerbegebiet fühle ich mich veräppelt – ich will etwas schaffen, bekomme aber Knüppel zwischen die Beine geworfen.“



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