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Auswanderer Detlef Hölscher gibt Anstoß

Hüttenrenovierung mit Hilfe aus Australien

FRENKE. Die Dorfgemeinschaft ist vorbildlich. Zumindest in Frenke und zumindest unter den Jugendlichen. Das haben jetzt Melina und Tim Sott, Max Kraus, Paul Feyer und Daniel Hölscher bewiesen. Eine wichtige Rolle spielte dabei ein Australien-Auswanderer ...

veröffentlicht am 28.08.2021 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 30.08.2021 um 20:10 Uhr

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Reporter

Den Jugendlichen war seit langem die kleine Hütte auf dem Kinderspielplatz ein Dorn im Auge: In dem Zustand wirkte sie eher reif für die Abrissbirne als für irgendeine sinnvolle Nutzung. Doch die fünf jungen Frenker schimpften nicht und stellten keine Forderungen, sie beschlossen stattdessen, selbst anzupacken und die Hütte zu reparieren, zu renovieren und neu einzurichten.

Den letzten Anstoß zum Start der Hüttenaktion gab Detlef Hölscher. Vor seiner Auswanderung nach Australien hatte er mitgeholfen, die Hütte zu bauen. In diesem Sommer nun kam er mit seinem Sohn Daniel zum Sommerurlaub in seine alte Heimat zurück.

Beim Anblick „seiner“ alten Hütte war ihm klar: Hier muss etwas geschehen. In seinem Sohn fand er sofort einen engagierten Mitstreiter. „Wie schön, dass ich beim Ende der Arbeiten dabei sein kann“, freute sich Detlef Hölscher. Denn eigentlich wäre er bereits zurück nach Australien geflogen. Eigentlich, wenn da nicht Corona und die strengen Einreisebestimmungen auf dem fünften Kontinent wären. „Derzeit gibt es keine Flugverbindungen.“

Rund fünf Wochen hat die Hütten-Rettungs-Aktion gedauert. Der junge Bautrupp hat den alten Fußboden herausgerissen und einen neuen gelegt, Reparaturen an der Holzfassade vorgenommen und allem einen neuen Anstrich verpasst. Zudem besorgten sich Daniel Hölscher und Co. gebrauchte Möbel, um den Raum neu einzurichten. „Jetzt wollen wir ihn als Treffpunkt nutzen“, sagt Melina Sott.

„Ihr könnt stolz auf eure Arbeit sein“, lobte Emmerthals stellvertretender Bürgermeister Ernst Nitschke die Initiative der Jugendlichen jetzt beim Abschluss der Arbeiten. Sie hätten mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz ein gutes Beispiel gegeben und bewiesen, was ohne große finanzielle Investition möglich sei. „Deshalb auch hat die Gemeinde das Projekt gerne mit 150 Euro für den Kauf von Baustoffen unterstützt.“



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