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Grüne zum AKW: „Weiterbetrieb unverantwortlich“

GROHNDE. Nach Abschluss der Revision hat der Betreiber des Atomkraftwerks Grohnde nach Angaben der Grünen einen Ausfall an einem Messwerteerfassungsinstrument des Reaktorkerns festgestellt. „Nicht auszudenken, wenn im laufenden Betrieb fehlerhafte Messwerte erfasst würden. Will man die Region für die Restlaufmenge wirklich noch der Gefahr eines GAU aussetzen?“, fragt sich die Kreisvorsitzende der Grünen in Hameln-Pyrmont, Britta Kellermann.

veröffentlicht am 17.05.2019 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 17.05.2019 um 18:40 Uhr

Britta Kellermann und Anja Piel, Grüne Landtagsabgeordnete aus Fischbeck, fordern detaillierte Informationen: „Warum ist der Ausfall nicht bereits während der Revision aufgefallen? Seit wann ist das Messinstrument kaputt? Welche Messwerte wurden erhoben? Welche Parameter wurden vor dem Ausfall gemessen?“ Gerade die Informationen über Druck und Temperatur im Reaktorsicherheitsbehälter seien von entscheidender Bedeutung für den Betrieb, so Piel. Sie erwartet, dass die zuständigen Ausschüsse des Landtages und des Kreistages unverzüglich informiert werden. „Die Landesregierung muss jetzt handeln. Das AKW sollte nicht wieder ans Netz gehen“, fordert Piel. Britta Kellermann ergänzt: „Unter Abwägung des Alters und der Störanfälligkeit der über 30-jährigen Anlage ist das Risiko der Wiederinbetriebnahme von Grohnde unverantwortlich.“



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