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Kernkraftwerk geht vom Netz / Revision und Brennelementwechsel

Bis zu 1200 externe Fachkräfte kommen am AKW zum Einsatz

GROHNDE. Das Kernkraftwerk Grohnde geht am morgigen Samstag in den frühen Morgenstunden planmäßig zum Brennelementwechsel und zur jährlichen Anlagenrevision vom Netz. Im Revisionszeitraum würden neben den eigenen Beschäftigten bis zu 1200 externe Fachkräfte von verschiedenen Firmen zum Einsatz kommen.

veröffentlicht am 03.03.2017 um 12:14 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Darauf hat Preussen Elektra (früher Eon) als Betreiber der Anlage hingewiesen. „Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde und die von ihr beauftragten Gutachterorganisationen überwachen alle sicherheitstechnisch relevanten Arbeiten“, heißt es in der Mitteilung des Betreibers. Das niedersächsische Umweltministerium als Atomaufsichtsbehörde äußert sich in der Regel erst, sobald das Kernkraftwerk heruntergefahren ist. Die Angaben sind aber normalerweise deckungsgleich.

Laut Preussen Elektra umfasst das Revisionsprogramm umfangreiche Prüfungen und zahlreiche Inspektions- sowie Instandhaltungsarbeiten. Unter anderem würden Druckprüfungen des Primärkreises und der Dampferzeuger sowie eine Dichtheitsprüfung des Sicherheitsbehälters durchgeführt. Außerdem würden umfangreiche Wartungsarbeiten an Armaturen, Pumpen und Antrieben vorgenommen sowie zahlreiche Behälter und Rohrleitungen zerstörungsfrei geprüft.

Der Reaktorkern wird laut Betreiber mit 60 neuen von insgesamt knapp 200 Brennelementen beladen. Die weiteren zum Einsatz vorgesehenen Brennelemente würden gemäß Prüfprogramm inspiziert. „Alle Prüfumfänge in sicherheitsrelevanten Bereichen sind mit Gutachter und Aufsichtsbehörde abgestimmt“, teilt Preussen Elektra mit.

Im Gegensatz zu früheren Jahren macht der Betreiber keine Angaben, wie lange das Kraftwerk voraussichtlich vom Netz bleibt. Normalerweise umfasst der Zeitraum zwei bis drei Wochen. Immer wieder hatte es aber in der Vergangenheit Verzögerungen gegeben – beispielsweise gab es 2016 eine Revisionsverlängerung von knapp zwei Monaten. Grund: Aufgrund eines Pumpenschadens mussten im vergangenen Jahr zusätzliche Prüfungen und Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden.

Laut Preussen Elektra war das Kernkraftwerk seit dem letzten Anlagenstillstand im August aber mit einer Zeitverfügbarkeit von 100 Prozent am Netz und erzeugte in diesem Zeitraum etwa 6,3 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das Kernkraftwerk Grohnde geht laut Gesetz spätestens zum 31. Dezember 2021 endgültig vom Netz. cb



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