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Irritierender Zickzackkurs von CDU und FWE

Welzhofer, bitte melden

Personelle Wechsel können auch bei Parteien neue Sichtweisen bringen. Oder altbekannte Positionen erhalten neues Gewicht. Kaum verwunderlich, dass sich Christdemokrat Rolf Keller als erklärter Bückeberg-Gegner die politische Macht zunutze macht.

veröffentlicht am 13.03.2020 um 17:33 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Für ihn kommen die Funktionen als CDU-Fraktionsvorsitzender und Sprecher der gemeinsamen Gruppe mit der FWE wie gerufen, um mit dieser Dominanz seine Drohhaltung zum Lern- und Dokumentationsort am Gelände der ehemaligen Reichserntedankfeste zu untermauern. Doch: Damit unterminiert Keller die Bemühungen seines Vorgängers. Rudolf Welzhofer von der CDU und Ernst Nitschke (FWE) waren Ende 2018 über ihren eigenen Schatten gesprungen, um – selbst Gegner des Projektes – mit dem Landkreis zu einem Kompromiss zu kommen. Wer die beiden Politiker kennt, weiß, wie viel ihnen diese Gespräche abverlangt haben, deren Ergebnisse sie teils mächtig unter Beschuss setzten. Sie verteidigten aber das Vorgehen. Der Konflikt „muss entschärft werden“, mahnte anschließend Nitschke. „Ein Riss“ gehe durch Familien, Freundeskreise und Vereine, sagte auch Welzhofer. Diese Situation könne nun überwunden werden, argumentierte der CDU-Politiker im Dezember 2018, als im Rat der Kompromiss mit Unterstützung vieler Christdemokraten abgesegnet wurde. Nun schart aber Keller viele Parteifreunde hinter sich, um eine neue Front zum Bückeberg aufzubauen – mit Unterstützung der AfD. Es bleibt zu hoffen, dass sich Welzhofer an seine früheren Argumente erinnert – und sich in der neuen Debatte deutlich zu Wort meldet.



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