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Die Politik und der Fall Lügde

Vorsicht, bitte!

Der Fall Lügde erreicht die Politik. Es werden Fragen nach Vorgängen in Behörden, nach Fehlern von Menschen, nach Strukturen in Ämtern und schließlich nach menschlichen, hierarchischen und politischen Verantwortlichkeiten gestellt werden.

veröffentlicht am 27.03.2019 um 18:42 Uhr
aktualisiert am 27.03.2019 um 19:40 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Dies gehört, wenn man es nüchtern betrachtet, zur ganz normalen Aufarbeitung eines solch schlimmen Falles hinzu.

Doch eine dringende Bitte steht am Anfang: Alle Beteiligten sollten sich davor hüten, aus diesem traurigen Kapitel der Gesellschaft einen politischen Schaukampf zu machen. Oder gar einen politischen Nutzen herausschlagen zu wollen. Es geht bei der Aufarbeitung nicht darum, dass eine Partei einer anderen politisch voraus wäre oder die andere der einen eine Niederlage beibrächte. Es geht nicht darum, jemanden im Amt zu beschädigen – aber auch nicht darum, ihn oder sie auf Teufel komm’ raus zu schützen.

Es geht um die Missbrauchsopfer. Es geht um alle Kinder, die Schutz brauchen. Es geht um Fragen und gefälligst auch Antworten in diesem beschämenden Fall. Und darum, als Gesellschaft, als Kreisverwaltung, als Jugendamt, als Polizei aus gemachten Fehlern zu lernen. Dafür sollte jeder zusätzliche Aufwand betrieben werden, muss jede Möglichkeit ausgeschöpft werden. Letzteres ist dann auch die Frage, die der Kreistag schließlich entscheiden muss.

Die SPD wirft derweil schon jetzt der CDU und FDP politisches Ausschlachten vor. Weil diese für einen Sonderermittler sind. Doch Vorsicht: Mit seinen Basta-Versuchen reiht sich SPD-Fraktionschef Ulrich Watermann in jene Politik ein, die man im Fall Lügde eben nicht braucht. Und er begibt sich zumindest in den Verdacht, aus parteipolitischem Kalkül zu handeln – macht also genau das, was er der Gegenseite vorwirft.



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