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Wesermühlen-Projekt ist eine Chance für Hameln

Transparenz ist gefordert!

Geheimniskrämerei fördert Misstrauen und bereitet Spekulationen den Boden. Zwei Jahre lang gab es keine Informationen zu den Wesermühlen. Der Stempel auf dieser Akte lautete offensichtlich: „Top secret!“ Das nährte den Verdacht, der im Ausland sitzende Investor habe das Interesse an dem Umbau des Komplexes verloren.

veröffentlicht am 12.02.2018 um 12:23 Uhr
aktualisiert am 17.02.2018 um 16:04 Uhr

Dr. Guido Erol Hesse-Öztanil

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Dr. Guido Erol Hesse-Öztanil Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Dabei hatten die kurz nach dem Verkauf der Großimmobilie Anfang 2016 präsentierten Pläne für die Umwandlung des Industriegebäudes in ein Aushängeschild direkt am Hamelner Hafen erheblichen Zuspruch gefunden. Und dies umso mehr, als die Stadt eine Aufwertung des gesamten Weserbereichs plant.

Doch der Investor versäumte es, die anfängliche Euphorie für sich zu nutzen und Werbung in eigener Sache zu machen. Dazu gehören Transparenz, offensive Publicity, Einbindung der Öffentlichkeit und der Medien. Vertrauensbildende Maßnahmen sind hier wichtig. Das scheint der Inhaber des riesigen Areals jetzt begriffen zu haben. Das Interesse, was mit der imposanten Industriebrache an der Weser geschieht, die für eine jahrhundertelange Mühlen-Tradition der Stadt steht, ist groß. Sollte das millionenschwere Projekt realisiert werden, dann hätte Hameln gewissermaßen seine Elbphilharmonie: eine städtebauliche Sehenswürdigkeit! Nur bitte sollte es schneller gehen als in Hamburg, wo erst nach neuneinhalb Jahren Bauzeit das Prunkstück an der HafenCity fertiggestellt wurde.



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