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Und setzt dafür Fusionskonsens aufs Spiel

SPD sucht ihr Profil

Vom Fusionstempo der Sparkassen fühlt sich Hamelns SPD überfahren. Trotzdem ist die Frage erlaubt, warum die Genossen so spät aus der Deckung kommen. Der Landkreis, Bodenwerder und Hessisch Oldendorf haben den Vertrag längst beschlossen. Wie tief haben die SPD und Verdi geschlafen,als die Tür für Verhandlungen offenstand?

veröffentlicht am 27.07.2015 um 14:13 Uhr
aktualisiert am 23.09.2016 um 11:36 Uhr

Den gesamte Abstimmungsprozess müsste wieder aufgerollt werden, sollten sich die Sozialdemokraten mit ihrem Antrag durchsetzen. Die SPD ist sich nicht zu schade, den fragilen Fusionskonsens aufs Spiel zu setzen, nur um sich als soziale Wohltäterin zu profilieren. Dabei haben die Personalvertreter

beider Seiten das Fusionswerk akzeptiert. Einen Vertrag, der betriebsbedingte Kündigungen im Rahmen der Fusion ausschließt. Mehr ist nicht möglich – vorausgesetzt, man möchte betriebswirtschaftlich weiterhin zwischen Fusion und Fiasko unterscheiden. Wer den Status quo quasi bis zur Kilometergeld-Abrechnung festmeißeln möchte, betreibt blanken Populismus. Denn um langfristige, sozial verträgliche Einsparungen beim Personal kommen die Sparkassen nicht herum. Das gilt für alle Institute, wie Niedersachsens Sparkassenpräsident jüngst verlautbarte, und es gilt nicht zuletzt für die heimischen Sparkassen. Und zwar umso mehr, würden sie nicht verschmelzen. Hameln hat in den Fusionsverhandlungen ein exzellentes Ergebnis erzielt: für die eigene Bank, die Vorstände und die Mitarbeiter. Das Kernproblem, das die SPD damit hat, könnte der Umstand sein, dass ein CDU-Oberbürgermeister im Eiltempo demonstriert, was eine von der SPD getragene Oberbürgermeisterin jahrelang versäumt hat.



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