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Bürger brauchen Hilfe

Schneechaos

Ja, es stimmt: Wir haben derzeit eine Extremwetterlage. Aber: Es ist eine Ausnahmesituation mit Ansage. Keine Frage: Der Winterdienst ist pausenlos im Einsatz, die Mitarbeiter sind fleißig. Aber gibt es auch genug Personal? Verfügt die Stadt Hameln über einen ausreichend großen Fuhrpark? Wer im Schnee stecken bleibt, wer sich als alter Mensch nicht mehr vor die Tür traut, fragt sich das.

veröffentlicht am 11.02.2021 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 11.02.2021 um 17:40 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Chefreporter zur Autorenseite

Die Nebenstraßen wurden nicht geräumt, die Bushaltestellen waren – oder sind immer noch – nicht nutzbar. Busse fahren deshalb nicht, die Schule fällt schon seit Tagen aus, Rettungswagen kommen nicht durch. Letzteres ist hochgefährlich, kann Menschenleben gefährden. Wer muss räumen, wer ist in der Pflicht? Das Hickhack um Zuständigkeiten muss ein Ende haben. Behörden sollten sich nicht auf Satzungen berufen und hinter Paragrafen verstecken, sonst lassen sie die Bürger allein.

Es braucht jetzt tatkräftige Unterstützung. Wer von Berufstätigen und von Senioren allen Ernstes verlangt, die Nebenstraßen vor ihren Grundstücken bis zur Mitte von Eis und Schnee zu befreien, denkt nicht zu Ende. Wer soll sich im laufenden Verkehr auf die Straße stellen und dort Schnee schippen – wer die Straßen zeitweise sperren oder absichern? Dass Bürger gefrustet sind, verwundert nicht. Toll, dass es Feuerwehrleute gibt, die Tag und Nacht bereit sind, zu helfen, dass in der Leitstelle Menschen arbeiten, die vorausschauend gehandelt haben, dass es beim DRK Ehrenamtliche gibt, die in den vergangenen Tagen und Nächten zusätzliche Schneeketten- und Allrad-Rettungswagen besetzt haben, um Schlimmeres zu verhindern. Auf diese Weise konnten Hilfsfristen eingehalten werden.

Als Bürger dieser Stadt wünsche ich mir, dass die Verwaltung schnell und unbürokratisch hilft – zum Wohle der Menschen und zum Wohle der Stadt.



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