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Ein Plädoyer für einen besseren Umgang

Politische Keulen

In diesen Tagen wird – medial wie politisch – viel darüber debattiert, wie es denn so um die politische Streitkultur in diesem Lande bestellt ist. Und tatsächlich ist vieles aus dem Ruder geraten, die sachliche Auseinandersetzung um Argumente, Positionen und Meinungen kommt mehr und mehr unter die Räder.

veröffentlicht am 09.10.2020 um 18:26 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Ein unheilvolles Beispiel gibt in diesem Zusammenhang der amerikanische Präsident ab: Er macht vor, wie man einerseits Fakten, die einem nicht schmecken, billig als Fake-News abzukanzeln versucht – und andererseits dafür bei seinen Fans Jubelstürme erntet. Die politische Welt polarisiert mehr und mehr, die Sprache wird radikaler, die Grenzen des Sagbaren werden immer wieder neu überdehnt.

Das geschieht so in der großen weiten Welt, in Deutschland, und im Weserbergland leider auch. Da wird schnell nach der Keule gegriffen, der politische Gegner war ja schon immer auf dem Holzweg, und wenn gar nichts mehr hilft, dann sind die Medien schuld. Sorry, liebe SPD, aber genau so wird bei Ihnen in entscheidenden Teilen agiert – oder besser: agitiert.

Äußerungen aus dem Kreistag rund um den Fall Bartels belegen, wie sehr es in der Politik seit Monaten brodelt. Die Stimmung ist dahin, und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich gänzlich ungeniert. Ein solches Verhalten lässt aber einen ganz wesentlichen Punkt außer acht: Der Kreistag ist kein Selbstzweck, sondern für die Bürger da. Wenn im nächsten Herbst Kommunalwahlen stattfinden, dann wird es wieder heißen: Wir wollen etwas für die Menschen tun.

Man könnte schon heute damit anfangen.



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