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Zum Thema Rathaus ist noch vieles zu klären

Offene Fragen

Braucht Hameln ein neues Rathaus oder reicht eine Sanierung aus? Diese Frage steht nun im Raum. Doch es stellen sich noch ein paar Fragen mehr.

veröffentlicht am 16.06.2016 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 22.09.2016 um 17:08 Uhr

Frank Henke

Autor

Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite

Zunächst: Was für ein Rathaus – saniert oder neu – benötigt die Stadt auf lange Sicht überhaupt? Für eine schrumpfende Bevölkerung und für eine auf lange Sicht hoffentlich angemessen verschlankte Verwaltung.

Die SPD-Forderung, Teile der Stadtverwaltung in der „Erlebniswelt“-Ruine Hochzeitshaus unterzubringen, hat Charme. Allerdings müsste der Blick auch auf andere innenstädtische Gebäude fallen: Was auf längere Sicht aus einem der beiden repräsentativen Sparkassen-Gebäuden wird, nachdem aus zwei Sparkassen eine wurde, ist noch nicht bekannt. Von den Möglichkeiten auf dem Areal der Linsingen-Kaserne gar nicht zu reden. Eine weitere Frage lautet also: Sind wirklich alle Optionen, die sich in absehbarer Zeit bieten dürften, in Betracht gezogen?

Aktuell aber geht es zunächst darum, ob die Hamelner – diejenigen, die nicht in der Verwaltung arbeiten – überhaupt mitspielen bei dieser städtischen Investitionen, die alle bisherigen übersteigen würde. Auch im Rat stand in dieser Woche die Frage im Raum: Wie können die Bürger beteiligt werden? Nicht überredet oder belehrt, sondern beteiligt.

Genau diese Bürger könnten dann allerdings noch eine – recht unangenehme – Frage stellen: Wenn doch nun dicke Brocken wie Feuerwehrhäuser und Schulzentrum Nord für die Stadtkasse zu bewältigen sind: Muss das Rathaus jetzt wirklich sein? Muss nicht manchmal das Gewünschte und womöglich auch Sinnvolle hintenanstehen? So wie die Familie den Sommerurlaub zusammenstreicht, weil vorher schnell ein neues Auto her musste. Oder gilt in öffentlichen Haushalten die Devise: „,Geht nicht’ gibt‘s nicht“? Fragen über Fragen.



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