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Der Landrats-Wahlkampf darf klarer werden

Noch 30 Tage …

Heute in einem Monat ist es so weit: Hameln-Pyrmont wählt einen neuen Landrat. Der Wahlkampf …, ja welcher Wahlkampf eigentlich? Wenn man genau hinschaut, muss man erkennen, dass es noch gar keinen echten Wahlkampf gibt. Der hat noch nicht wirklich begonnen. Leider, muss man sagen. Denn die Wähler in unserem Landkreis hätten es schon verdient, mehr über die vier Kandidaten zu erfahren, über ihre politischen Positionen und ihre – hoffentlich – zukunftsweisenden Programme.

veröffentlicht am 07.02.2020 um 19:23 Uhr
aktualisiert am 07.02.2020 um 20:40 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Ja, die Kandidaten sind viel unterwegs. Ja, sie lassen sich bei zahlreichen Terminen sehen. Und ja, es gibt eine ganze Reihe von Podiumsdiskussionen. Doch wo ist der emotionale Wahlkampf auf den Marktplätzen, wo ist der inhaltliche Schlagabtausch um Positionen? Jeder kämpft so ein bisschen für sich, um nicht zu sagen, vor sich her.

Was dabei auf der Strecke bleibt – bislang zumindest – ist: Welche Zukunftsideen haben die Kandidaten für Hameln-Pyrmont, worin sehen sie die Schwerpunkte ihrer möglichen künftigen Arbeit als Landrat? Wozu sagen sie Nein – und wozu Ja?

Vermutlich werden die Kandidaten und ihre Parteibüros nun entgegnen wollen, dass sie doch ihre Programme hätten und auch hier und dort schon zu Sachthemen Stellung bezogen hätten. Doch es zeigt sich im Kleinen wie im Großen: Die Kandidaten vertreten hier und dort ein bisschen Grundsätzliches ihrer jeweiligen Polit-Farbe, aber der klare Überblick über ihre generellen Ziele mit der Politik und in der Verwaltung in Hameln-Pyrmont kommen nicht rüber.

Was haben wir stattdessen? Zum Beispiel einen AfD-Kandidaten, der wider allgemeinen Wissens die lächerliche Lüge anderer wiederholt, niemand in seiner Partei sei rechtsextrem. Es gibt ja offenbar Menschen, die ein solches Auftreten bejubeln – mit echter sachbezogener Politik für Hameln-Pyrmont hat dies aber nichts zu tun.

Noch bleibt den Kandidaten 30 Tage lang Zeit, ihre Positionen für Hameln-Pyrmont klar herauszustellen. Die Wähler sollten tatsächlich Greifbares an die Hand bekommen, um sich ein echtes Bild machen zu können. Damit sie in vier Wochen für sich und ihr Kreuz statt Phrasen gute Gründe haben.



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