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Wir beschäftigen uns einen Monat lang mit Themen wie Journalismus, Wahrheit, Lügenpresse

„Nichts als die Wahrheit“

Mal Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal über die Zeitung geschimpft? Und sich darüber aufgeregt, was „die da“ geschrieben haben? Ja, es ist in der Tat so, dass diese Zeitung auch aneckt. Bei Politikern. Bei Funktionären. Bei Lesern.
Mit Verlaub, allen darf gesagt werden: Auch dafür sind wir da. Wir dürfen anecken. Wir müssen es sogar.

veröffentlicht am 02.05.2017 um 12:41 Uhr
aktualisiert am 16.05.2017 um 14:04 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
Es gehört zu unserem Beruf, nicht nur zu berichten und zu informieren, sondern im Dienste der Öffentlichkeit hinter die Kulissen zu blicken – auch hinter Kulissen, von denen irgendjemand hofft, dass niemand dahinter schaut. Wir schauen genau hin, stellen Fragen und transportieren Nachrichten. Von der Quelle zu unseren Lesern. Dass nicht immer jedem Leser alles gefällt, gehört zur Natur der Sache und zu unserem Job dazu. Zu unserem Job gehört nicht, jemandem nach dem Munde zu reden.
In den letzten Monaten sind vor allem in den sozialen Netzwerken immer wieder verschwörungstaugliche Begriffe wie „Lügenpresse“ hochgekommen. Manche glauben, dass die Medien „von oben“ gesteuert wären. Bewusst „lügen“ würden, um irgendjemandem „zu dienen“. Wir leben in einem freien Land, in dem die freie Meinungsäußerung auch in diesen Fällen dazugehört. Wenn wir jemandem dienen, dann unseren Lesern. Und dem Journalismus.
Es sei klar gesagt: Nein, wir wissen nicht alles. Aber zu den vornehmsten Aufgaben von Journalisten gehört, dass wir Fragen stellen dürfen, unangenehme, bohrende, unbequeme. Wieder und wieder.
Unsere Zeitung macht im Rahmen ihrer jährlichen Monatsserie im Mai nun dieses Mal ihre eigene Branche zum Thema: den Journalismus. Die Presse, die Redakteure, die Medienwelt – was darf und was muss man 2017 darunter verstehen? Begriffe wie Pressefreiheit, Recherche, Nachrichten, Information und Wahrheit scheinen durch Schlagworte wie Lügenpresse, Fake-News und alternative Fakten in Gefahr zu geraten. Wir öffnen unsere Kulissen: die des Journalismus, seiner Regeln, seiner Verpflichtungen, seines Kodexes. Und der Gefahren, in die er sich begibt. Auch der selbstkritischen Frage, wie wahr Nachrichten sind. Seien Sie unsere Leser, gerne kritisch. Wir bleiben es auch. Versprochen.Text

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