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So kann Hameln punkten

Machtwort

Einen Großteil des Hamelner Hafens einfach zuschütten? Wer planlos und vorschnell solche Überlegungen anstellt, zeigt, dass er wenig von Tourismus und Stadtentwicklung versteht. Mit einer solchen Skizze geht man nicht hausieren, sie gehört von vornherein in den Papierkorb. Hameln, die Stadt am Fluss. Mit diesem Pfund lässt sich wuchern. Der Hochwasserschutz und die Rettung des Hafens – das schließt sich nicht aus. Der Oberbürgermeister hat das erkannt.

veröffentlicht am 22.08.2016 um 19:24 Uhr
aktualisiert am 22.09.2016 um 16:59 Uhr

Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Was die Verwaltung jetzt schnellstens braucht, ist ein gut gemachter Plan, der rasch und konsequent umgesetzt werden muss. Promenade und Hafen müssen herausgeputzt werden: Eine Badestelle für Jung und Alt an der Weser, eine romantische Flaniermeile am Ufer und ein idyllischer Hafen mit Deich und Hausbooten, mit Möwen, Enten, Gänsen und Schwänen, aber auch mit Kulturveranstaltungen, wie sie der Hafenverein dort bereits seit Jahren organisiert – damit kann Hameln punkten.

Plattmachen und womöglich auch noch asphaltieren? Was hat das mit Umwelt- und Naturschutz zu tun? Es kann doch nicht angehen, dass – zum Glück – fast jeder Baum im Stadtgebiet unter Schutz steht und gleichzeitig laut darüber nachgedacht wird, das Hafenbecken voll zu kippen. Das passt nicht zusammen.

Nur gut, dass der Oberbürgermeister rasch ein Machtwort gesprochen hat. „Mit mir nicht“, hat er gesagt – und sehr vielen Hamelnern aus dem Herzen gesprochen.



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