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Lügdes Politiker sind erstmal baff

Mit einem so eindeutigen Ergebnis zugunsten von Torben Blome hatte – bei allem Selbstbewusstsein – nicht einmal der siegreiche Kandidat selbst gerechnet. Und auch seine Genossen nicht.

veröffentlicht am 13.09.2020 um 23:32 Uhr

Juliane Lehmann

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Reporterin (Pyrmonter Nachrichten) zur Autorenseite

Denn die hatten in Erwartung einer Stichwahl nur zwei statt drei Blumensträuße für die unterlegenen Kandidaten dabei – und improvisierten bei Reinhold Krüger mit einem Essensgutschein. So recht erklären kann sich das – gemessen an den Wahlergebnissen in Rest-NRW – azyklische Lügder Wahlergebnis noch niemand. Aber ganz offenbar ist es dem bisherigen SPD-Fraktionschef Blome gelungen, eine deutliche Mehrheit der Lügder von seiner Kompetenz zu überzeugen. Mit dem angesichts von immerhin drei Mitbewerbern umso erstaunlicheren Wahlergebnis wird nun am 1. November ein Verwaltungschef ins Lügder Rathaus einziehen, der mit seinen 33 Jahren nicht einmal halb so alt ist wie sein noch bis dahin amtierender Vorgänger Heinz Reker. Aber der scheint, seinem Strahlen am Wahlabend nach, mit dem Ergebnis ganz gut leben zu können. Dass auch er sich in seiner persönlichen Prognose in puncto Stichwahl gewaltig getäuscht hatte, zeugt nach Rekers Worten davon, „dass es Zeit wird, dass ich aufhöre“. Spannend dürfte die Zeit nach Heinz Reker auch im Rat der Osterräderstadt werden. Dass die SPD hier die Mehrheit stellte, ist schon fast 40 Jahre her. Mit dem Durchregieren wird es indes nichts, denn die absolute Mehrheit verfehlen die Sozialdemokraten knapp. Möglich aber, dass sich gar nicht so viel ändert, denn Wahlsieger Blome beschwor schon am Abend den „Lügder Weg“, also: möglichst gemeinsame Entscheidungen zum Wohle der Stadt. Gleichwohl wird Lügdes CDU sich jetzt erst einmal die Wunden lecken. Denn auch sie kann sich ihre Verluste im Moment noch kaum erklären.



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