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Wähler stimmen über die politische Kultur ab

Landratswahl: Wer kommt ins Finale?

Nun gilt‘s: Nach einem ohnehin kurzen und auch noch schleppend begonnenen Landrats-Wahlkampf haben am Sonntag nicht mehr die Kandidaten das Wort, sondern die Wähler. 122 170 Menschen haben die Wahl zwischen vier Politikern, die in den letzten Wochen auf diversen Podien, auf der Straße und in Interviews eine sehr unterschiedliche Performance hingelegt haben.

veröffentlicht am 06.03.2020 um 19:15 Uhr

Thomas Thimm

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Die meisten politischen Beobachter dürften davon ausgehen, dass eine Stichwahl notwendig sein wird, um zu entscheiden, wer der neue Landrat für Hameln-Pyrmont wird. Uneinheitlich sind dagegen die Vorhersagen, welche Farbkombination wohl im Finale aufeinandertreffen wird. Die Parteienlandschaft ist eben nicht nur im Bund und auf Landesebene breiter, bunter und damit komplizierter geworden. Auch auf lokaler Ebene ist das politische Bild zersplittert. Ein Blick in den Kreistag mit sieben Fraktionen, zwei Gruppen und einer fraktionslosen Abgeordneten zeigt dies in beeindruckender Weise.

Nun ist die Wahl am Sonntag keine Kreistags-, sondern eine Landrats- und somit vor allem eine Personenwahl. Dadurch wird es allerdings nicht einfacher.

Der im Verlauf des Lügde-Skandals gesundheitlich begründete Abtritt des bisherigen SPD-Landrats Tjark Bartels hat die Wahl notwendig gemacht. Dirk Adomat tritt als neuer SPD-Kandidat nicht das allerleichteste Erbe an – denn es ist gut möglich, dass der Lügde-Skandal auch noch etwas mit der Landratswahl am Sonntag machen wird und Nachwirkungen möglicherweise im Wahlergebnis spürbar sein werden.

Im Wahlkampf unbelastet gaben sich der Grünen-Kandidat Torsten Schulte, der als bodenständiger Naturbursche vom weserbergländischen Lande punkten wollte – und der CDU-Kandidat Stefan Wittkop, der sich in zahlreichen Wortmeldungen durch seine juristische Arbeit beim Niedersächsischen Städtetag zu profilieren versuchte.

Über weite Strecken ein Buch mit sieben Siegeln blieb AfD-Kandidat Christopher Emden. Er kam nur einmal wirklich aus der Deckung: Er will die Hameln-Pyrmonter für dumm verkaufen und versucht ihnen weiszumachen, dass es in seiner AfD keine rechtsextremen Köpfe und Tendenzen gebe. Solch ein Versuch scheitert in sich selbst.



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