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Pyrmonts trauriger Abstieg

Höchststrafe

Zeitweilig sogar Klassenbester der Landesliga – nun Sitzenbleiber. Sportlich ist das die Höchststrafe für einen Fußball-Klub. Der Scherbenhaufen in Bad Pyrmont könnte nach dem dramatischen Absturz aus dem siebten Himmel deshalb auch nicht größer sein. Aber nun nicht einfach auffegen, abhaken – und wieder von vorne anfangen zu träumen. Das wäre fahrlässig. Diese möglicherweise im Übermut verschenkte Saison schreit förmlich nach einem kritischen und schonungslosen Hinterfragen. Bei Mannschaft, Trainer Philipp Gasde – und natürlich auch beim Vorstand um Lars Diedrichs und Heiko Begemann. Denn in allen Bereichen haben sich Fehleinschätzungen eingeschlichen, deren Verkettung am Ende fatal war. Die zeitweilige Verletztenmisere als den Hauptgrund für den Abstieg gelten zu lassen, wäre dagegen zu einfach. So hat die Mannschaft den Abstiegskampf trotz aller Lippenbekenntnisse nie richtig angenommen und nach der Winterpause das nötige Feuer vermissen lassen. Eigentlich Aufgabe des Trainers, seiner Mannschaft Leben, Willen und mentale Stärke einzuhauchen. Das hat Gasde aber nicht geschafft. Obwohl genügend Zeit blieb, denn bereits Mitte April deutete sich das Abrutschen in die Kellerregion schon an. Auch wenn das damals nicht jeder in Pyrmont merken wollte – oder konnte. Nun ist es zu spät!

veröffentlicht am 15.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 23.09.2016 um 11:33 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite



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