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Und neue Prioritäten setzen

Heilige Kuh endlich schlachten

Das Thema Straßensanierung ist eine heilige Kuh, die sich die Hamelner viel Geld kosten lassen. In diesem Jahr 3,4 Millionen Euro, in den beiden Folgejahren jährlich 2,9 Millionen Euro. Doch während unbedeutende Nebenstraßen aufwendig saniert werden, werden offensichtlich in die Jahre gekommene Straßen wie die Marienthaler oder in Stillstand ausharrende wie die Baustraße hintangestellt.

veröffentlicht am 27.11.2018 um 18:01 Uhr

Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Bei aller Sinnhaftigkeit des Verkehrsmodernisierungskonzeptes, die Infrastruktur aufrechtzuerhalten, entsteht so der Eindruck, als gerieten Ort und Umgebung der jeweiligen Straße – und damit ihre Bedeutung – mitunter etwas aus den Blick. Von der klammen Stadtkasse ganz zu schweigen. Doch Ein- oder gar Widersprüche aus der Politik oder auch aus der Einwohnerschaft sind eine Seltenheit. Die Deutschen stehen offensichtlich nicht zu unrecht in dem Ruf, ihrem Auto weit mehr Bedeutung beizumessen als es andere Nationen tun, für die es vor allem ein Nutzgegenstand ist. Da ist es nur folgerichtig, dass die Deutschen ihr Gefährt auch möglichst weich gebettet wissen wollen: Einwandfrei asphaltierte Straßen bis in die entlegensten Winkel der Kommunen, bitte! Ungeachtet dessen, dass der kostspielige SUV durchaus in der Lage wäre, die eine oder andere Bodenwelle oder gar ein kleines Schlagloch unbeschadet zu bewältigen. Verständlich, dass der eine oder andere Kommunalpolitiker davor zurückschrecken mag, ausgerechnet in diesem Bereich zu sparen. Es könnte ihn oder sie Wählerstimmen kosten. Dabei wäre es längst an der Zeit, diese heilige Kuh zu schlachten – und neue Prioritäten zu setzen.



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