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Impfdrängler beim Landrat

Falsche Adresse

Gut Ding will halt Weile haben: Und beim Landkreis Hameln-Pyrmont dauern manche Dinge dann eben rund 30 Tage. Erst wurde der Brief mit Corona-Impfinformationen einen Monat nach dem Impfstart verschickt. Und nun dauert es fast 30 Tage, bis der Landrat öffentlich zum Dilemma um die Impfdrängler Stellung nimmt. Aber immerhin tut er es nun wenigstens.

veröffentlicht am 11.03.2021 um 16:16 Uhr

Thomas Thimm

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Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Allerdings offenbaren die Worte des Landrates doch auch schon ein merkwürdiges Verständnis davon, wie mit der Unanständigkeit von Impfdränglern umgegangen werden muss. Wir nehmen zur Kenntnis: Die Impfdrängler haben sich beim Landrat entschuldigt – und der Landrat hat die Entschuldigungen angenommen. Das klingt mehr nach kumpeliger Runde von Großkopferten denn nach echtem Einsehen eines wirklich blöden Fehlers. Hinter verschlossenen Türen wurde – vielleicht – der eine oder andere Kopf gewaschen und Absolution erteilt – und das soll es gewesen sein? Wohl hoffentlich nicht. Die Impfdrängler sollten sich bei ihren Mitarbeitern und bei der Öffentlichkeit entschuldigen. Und der Landrat täte gut daran, den Impfdränglern genau das zu empfehlen. Denn nur so könnte eine dringend wie zwingend notwendige vertrauensbildende Maßnahme beginnen.



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