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Endspurt auf Augenhöhe

Selten galt es als so schwierig, den Ausgang der Bürgermeisterwahl in Emmerthal zu prognostizieren. Klar: Die 2020 als Protestbewegung gegen die Berliner Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entstandene „Basisdemokratische Partei“ mit ihrer Kandidatin Judith Rehberg besetzte nur eine Nische, obwohl dafür das Ergebnis recht hoch ausfiel und die Stichwahl notwendig macht.

veröffentlicht am 13.09.2021 um 01:24 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Mit Dominik Petters und Nils Benze treten für die großen Parteien Kandidaten an, die sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen, um die Nachfolge von SPD-Bürgermeister Andreas Grossmann anzutreten, der nach 15 Jahren Amtszeit in den Ruhestand geht. Nun steht fest: Der noch vergleichsweise junge Sozialdemokrat Petters mit Erfahrung sowohl in der kommunalen Politik als auch Verwaltung sowie der parteilose Quereinsteiger Benze für die CDU, der aus der Finanzwirtschaft kommend für frischen Wind in Emmerthal sorgen will, konnten eine fast identische Stimmenzahl erringen. Damit ist klar: Sie starten zum Endspurt für die Stichwahl auf Augenhöhe, finden bislang vergleichbare Anerkennung in der heimischen Wählerschaft. Von daher dürften sie zusammen mit den Parteien noch einmal ordentlich die Werbetrommel rühren. Allerdings: Parteien und Kandidaten wissen ebenso, dass auf den neuen Bürgermeister und den Rat Herkulesaufgaben zukommen. Und dabei dürfte es schwierig sein, verlässliche Mehrheiten im Gemeinderat vorweisen zu können. In der jüngsten Vergangenheit haben die demokratischen Parteien jedoch bewiesen, dass sie auch unabhängig davon durch viele Gespräche die Weichen in fast allen Punkten für die Gemeinde stellen konnten. Der neue Bürgermeister dürfte erneut eine Moderatorenrolle innehaben. Gut zu wissen: Ein bislang fairer Wahlkampf dürfte diese Zusammenarbeit erleichtern.



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